Domainwechsel und ein neuer Name für den Blog – Erfahrungsbericht

Veröffentlicht: 01. November 2021

1794 Worte- 7.2 Minuten Lesezeit- 1 Kommentar-
Titel Blogthemen

Beitragsdaten

Autor: Thomas Jansen

Veröffentlicht: 01. November 2021

Aktualisiert: 03. Dezember 2021

1794 Worte- 7.2 Minuten Lesezeit- 1 Kommentar-

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Unser Blog hat einen neuen Namen bekommen und in den letzten Tagen sind wir auch auf eine neue Domain umgezogen. Wie wir das gemacht haben, welche Erfahrungen wir gesammelt haben und welche Probleme aufgetreten sind, wollen wir Euch hier kurz zusammenstellen.

Namen finden

Alles begann natürlich mit der Idee, dass wir einen neuen Namen brauchen. Warum, wieso und weshalb wir das gemacht haben, könnt Ihr in einem Beitrag zu der Umbenennung unseres Blogs nachlesen. Im Rückblick betrachtet hat diese Phase bei uns am längsten gedauert, rund ein Jahr vom ersten Gedanken bis zum neuen Namen. Fragt dazu auch Eure Bubble, holt Euch Ideen von Freunden. Wir haben das jetzige Ergebnis genau über diesen Weg gefunden. Selbst ist man oft so dermaßen betriebsblind, auf die schönsten Ideen kommt man alleine nicht.

Domain registrieren

Wenn dann eine Idee konkret wird, sichert Euch schnell die passende URL. Und zwar bevor Ihr öffentlich über das Thema redet. Eure Freunde werden Euch die Domain sicherlich nicht wegschnappen. Aber nach Twitter zu rennen und zu verkünden, wir werden auf xyz.de umsteigen, ohne die Domain im Besitz zu haben, ist keine gute Idee. Nein, wir haben das natürlich nicht gemacht und erst die Domain gesichert.

Vergesst nicht, direkt ein SSL-Zertifikat für die Domain zu beantragen, wenn es nötig ist. Das ist bei verschiedenen Providern unterschiedlich gelöst. Bei All-Inkl könnt Ihr das Zertifikat direkt bei der Erstellung der Domain per Mausklick einbinden. Bei unserem Provider, Alfahosting, muss das über den Support gemacht werden. Das geht zwar flott und unkompliziert, sollte aber erledigt sein, bevor Ihr die Domain-Umstellung vornehmt.

Die Domain kann, sobald sie registriert ist, beim Provider schon auf das Verzeichnis des bestehenden Blogs geleitet werden.

Unser Weg – erst umbenennen, dann Domainwechsel

Jetzt gibt es verschiedene Wege, die Umbenennung durchzuführen:

  • Erst Umbenennung des Blogs – also neues Logo, neuer Header – und der verknüpften Accounts und am Ende den Domainwechsel
  • Erst den Domainwechsel vornehmen, dann die Anpassungen auf dem Blog und auf anderen Seiten
  • Alles im Background, in einer neuen Installation, vorbereiten und an einem Tag X alles umstellen

Wir haben uns für den ersten Weg entschieden. Also haben wir zuerst angefangen, die Seite mit dem neuen Namen zu versehen. Neuer Header auf dem Blog, Namensänderung bei Facebook, Pinterest und Co. Eine Woche später haben wir dann den Domainwechsel durchgeführt.

Der Grund dafür ist einfach erklärt. Wir sind bei so was sehr ungeduldig. Wenn wir mal eine Entscheidung getroffen haben, wollen wir diese auch umsetzen. Für den eigentlichen Domainwechsel gab es noch ein paar offene Fragen. Aber die Optik, der Name des Blogs, das konnte schon erledigt werden.

Am Ende muss jeder für sich entscheiden, wie er so einen Wechsel durchführt. Für eine professionelle Seite würden wir die Tag-X-Lösung bevorzugen. Es kann sonst schon verwirrend sein, wenn der Name nicht zur Domain passt. Andererseits gibt es viele gute Beispiele im Netz, wo der Domain-Name überhaupt nichts mit dem Blognamen zu tun hat.

Bedenken wegen VG Wort

Bedenken wegen der Umstellung hatten wir in Bezug auf die Zählmarken von VG Wort. Uns war nicht ganz klar, welche Auswirkungen eine Umstellung auf die laufende Zählung der Verwertungsgesellschaft hat. Nach einem kurzen Schriftverkehr waren die Bedenken aber aus der Welt. Die Zählmarken ziehen einfach mit um, sprich, sie laufen einfach weiter. Bei den Meldungen müssen dann zwei Webbereiche angegeben werden. Einen mit der alten Adresse und einen mit der neuen Adresse.

Damit war klar, dieses Problem ist keines und steht einer neuen Domain nicht im Wege.

Umstellung der Domain

Also haben wir am Abend des 30. Oktober mit der Umstellung begonnen. Diese haben wir in folgenden Schritten durchgeführt:

Domain der WordPress-Seite geändert

Dies geht wirklich einfach. Entweder ändert man einfach die Domain in den Einstellungen oder in der Datenbank. Es gibt noch einen dritten Weg, den wir gewählt haben, die URL in der wp-config zu ändern. Denkt aber daran, dass immer zwei URL-Einstellungen verändert werden müssen, einmal die WordPress-Adresse und die Website-Adresse. Normalerweise steht aber in beiden Feldern die gleiche Adresse.

Caches leeren

Danach war unsere Seite über die neue URL zu erreichen. Nachdem wir uns dort im Admin-Bereich neu angemeldet hatten, funktioniert die Seite sofort. Nun sollten alle Caches gelöscht werden. Das haben wir auch gemacht, trotzdem kam es bei einigen Seiten zu Problemen mit der Darstellung. Also haben wir das nochmals durchgeführt, und zwar konsequent. Wir haben WP-Rocket, also unser Cache-Plugin, einmal deaktiviert und danach per ftp das komplette Verzeichnis /wp-config/cache gelöscht. Denn dort fanden sich noch Cache-Dateien der alten URL und das hat zu Problemen geführt. Nach dem Löschen der Dateien haben wir WP-Rocket wieder gestartet und nun funktionierte alles.

Interne Verlinkungen anpassen

Wer schon mal einen Blog auf https umgestellt hat, kenn das Problem. Die internen Links rufen immer noch die alte Adresse auf. Dies kann man nun manuell in der Datenbank ändern, oder man nutzt das schöne Plugin „Better Search and Replace“. Damit kann man die Datenbank-Tabellen einfach nach der alten URL durchsuchen lassen und durch die neue ersetzen. Danach nochmals den Cache gelöscht, hier reichte die einfache Funktion des Plugins, und schon lief alles wie gewünscht und die internen Links wurden richtig angezeigt.

Weiterleitungen der alten Domains einrichten

Wir haben unzählige Links, die zu unserem Blog führen. In den Social Medias, bei anderen Blogger:innen, bei verschiedenen Tools. Die sollten natürlich weiter funktionieren und keine Fehlermeldungen erzeugen, weil die alte Adresse nicht mehr gefunden wird. Keine Bange, man muss nicht alle Links manuell umleiten, das geht auf einen Schlag.

Wir haben das über eine Umleitung in der htaccess-Datei auf dem Server gemacht.

RewriteEngine On

RewriteBase /

RewriteCond %{HTTP_HOST} ^(www.)?reisen-fotografie.de$ [NC]

RewriteRule ^(.*)$ https: //www.jansens-pott.de/$1 [R=301,L]

Das hat uns allerdings ein paar Nerven gekostet, denn es wollte einfach nicht funktionieren. Wir waren schon fast verzweifelt, als uns aufgefallen ist, dass dieses ^ in der dritten Zeile nicht als Zierde bei unserer Vorlage stand.

Nachdem wir diese Zeile richtig geschrieben hatten, liefen auch die Weiterleitungen. Wenn nun einer https: //www.reisen-fotografie.de/testbeitrag im Browser eingibt, dann landet er automatisch bei https: //www.jansens-pott.de/testbeitrag. So soll das sein.

Matomo Statistik anpassen

Wir zählen unsere Besucher:innen ja per Matomo, welches auf unserem eigenen Server läuft. Hier mussten wir die Info eintragen, dass nun auch Aufrufe auf die Domain jansens-pott.de mitgezählt werden sollen. Das war aber einfach über die Einstellungen der ausgewerteten Domain erledigt.

Plugins- und Theme-Lizenzen anpassen

Wenn Ihr bezahlte Plugins oder Themes einsetzt, sind die Lizenzen meist mit Eurer Domain verknüpft. Diese mussten wir in folgenden Fällen neu verknüpfen:

  • Maps Marker Pro: In den Account beim Anbieter gehen, die Lizenz auswählen und die verknüpfte Seite dann entfernen. Danach den Lizenzschlüssel auf unserer Seite in den Einstellungen neu einfügen.
  • Rank Math Pro: Einfach in den Einstellungen die Verknüpfung entfernen und danach wieder neu setzen.
  • Avada-Theme: Hier haben wir einfach die Registrierung vor der Domain-Umstellung aufgehoben und danach wieder aktiviert, mit dem gleichen Lizenzschlüssel.

SEO Tool – Neue Namen und Grafiken einbinden

Eigentlich hätte dieser Schritt schon nach der Neubenennung und vor der Domainumstellung erfolgen können. Wir haben das an dieser Stelle aber einfach vergessen. In Euren SEO-Tools, bei uns ist das Rank Math, steht an vielen Stellen der Name des Blogs, diverse Domain-Angaben, das Logo, oder Standardbilder . Wir mussten da an einigen Stellen die neuen Namen eintragen und neue Logos verknüpfen.

Google über den Umzug informieren

Nun mussten wir Google noch über unsere neue Domain informieren. Dies haben wir in der Google-Search-Console gemacht. Zuerst haben wir dort eine neue Property angelegt, mit der neuen Domain. Das ging recht fix, ist einfach mit ein paar Klicks erledigt.

In den Property-Einstellungen der alten Domain haben wir dann auf „Adressänderung“ geklickt. In der Folge wurden wir gefragt, auf welche unserer Propertys die Seite umgezogen wurde. Da haben wir dann die neue Property von jansens-pott.de ausgewählt. Im nächsten Schritt hat Google dann getestet, ob die Startseite und ein paar Beispielseiten sauber auf die neuen Adressen umleiten. Und diesen Test haben wir bestanden, also war unsere Weiterleitungs-Einstellung oben auch für Google verständlich.

Welche Auswirkungen dies nun haben wird? Wir lassen uns mal überraschen. Aktuell werden in der Console bei der neuen Seite fast noch keine Daten angezeigt. Dieser Umzugsprozess dauert ein paar Tage oder Wochen. Erst danach können wir beurteilen, ob unsere Rankings übernommen wurden, eingebrochen oder vielleicht sogar gestiegen sind. Das war uns aber im Vorfeld bewusst und das Risiko gehen wir ein.

Die Besucherzahlen sind aber nach der Umstellung nicht eingebrochen, im Gegeteil sogar etwas gestiegen. Das liegt aber vermutlich daran, dass wir in den letzten Tagen einige neue Beiträge veröffentlicht haben. Diese ziehen spontan immer einige Leser:innen auf den Blog.

Externe Links zur Seite ändern

Nun kam noch ein wenig Fleißarbeit auf uns zu. Wo haben wir überall unseren Blog verlinkt? Wo mussten die Adressen geändert werden? In den Social Medias, klar, aber wenn man mal überlegt, kommt noch ein wenig mehr zusammen. Hier mal ein paar Denkanstöße:

  • Facebook
  • Twitter
  • Google-Account
  • Google-Business
  • Facebook-Business
  • Flickr
  • Xing
  • LinkedIn
  • Fotocommunity
  • diverse Foren
  • Blog-Verzeichnisse
  • Trusted Blogs
  • Email-Signaturen (!)

Und es fallen uns immer mehr Seiten ein.

Dazu kommen unzählige Links von anderen Blogs. Diese kann man nun alle einzeln anschreiben, wenn man zu viel Zeit hat. Wir haben an ein, zwei Stellen darauf hingewiesen, dass sich unsere URL geändert hat. Wer sie ändert, macht uns damit natürlich eine Freude. Wenn nicht, dann funktioniert die Weiterleitung. Viele Blogs, wir auch, nutzen auf Tools um Links nach Extern zu prüfen. Diese werden nun bei einigen anschlagen und direkt die neuen URLs anzeigen, die dann per Mausklick übernommen werden können.

Neue Mailadresse

Wir haben auch noch eine neue Mailadresse, unter der neuen Domain eingetragen. Es wirkt einfach professioneller, wenn man über die gleiche Domain erreichbar ist. Um nicht zu viele Mailadressen im Mailprogramm zu haben, haben wir die Mails von der reisen-fotografie-Adresse auf die neue Adresse umgeleitet.

Fazit – Der Umzug lief fast reibungslos

Am Ende müssen wir sagen, der Umzug lief fast reibungslos. Bis auf den kleinen Schreibfehler in der htaccess, klappte alles, wie vorher geplant. Trotzdem haben wir im Vorfeld und auch bei der Umstellung, nervös vor uns hin geschwitzt. Gerade Thomas, der aus dem IT-Umfeld ja weiß, dass gerade bei gut geplanten Dingen oft Herr Murphy zuschlägt, war nervlich ein wenig angespannt. Und dann war das Ding, technisch gesehen, nach anderthalb Stunden durch.

Aber jede Woche müssten wir das wirklich nicht haben.

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One Comment

  1. Henning Uhle 1. November 2021 um 18:17 - Antworten

    Respekt, Leute. Ich habe zwar keinen Grund, meinen Blog auf eine neue Domain zu hieven. Aber ich habe sehr interessiert gelesen, wie das ablief.

    Wenn ich das also jemals vorhaben würde, würde ich mir wünschen, mich an den Artikel zu erinnern.

    Und am Ende heißt es: Planung ist alles.

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