Naturzoo Rheine – Unser erster Besuch
Unser erster Besuch im Naturzoo Rheine stand am Wochenende auf dem Plan. Anlässlich eines Treffens mit Mitgliedern einer Zoofotografen-Facebookgruppe hat es uns in das westliche Münsterland verschlagen. Natürlich haben wir wieder ein paar Fotos mitgebracht und einige Informationen rund um den Naturzoo in Rheine. Vorweg, ein Besuch im Naturzoo Rheine lohnt sich unbedingt.
Fotos aus dem Naturzoo Rheine
Soviel zur Geschichte des Naturzoo Rheine. Nun aber schnell zu den Bildern, die wir an dem Tag geschossen haben. Es war ein nettes Treffen von rund 25 Tierfreunden aus der Zoo-Gruppe bei Facebook. Wir hatten mächtig Spaß und die Stimmung war total locker. Für uns war es das erste Treffen aus dieser Facebookgruppe, an der wir teilgenommen haben – und ganz bestimmt nicht das letzte Treffen. Wir sind bei Fotografentreffen immer ein wenig skeptisch, da haben wir auch schon schlechte Erfahrungen machen müssen. Aber die Gruppe passte einfach, es wurde gefachsimpelt aber dabei auch viel gelacht. So muss das sein.
Sehr angenehm fanden wir auch, dass die Gruppe nicht im Zwang als Gruppe durch den Zoo gegangen ist. Teilweise waren wir alleine unterwegs, teilweise mit anderen Zoofreunden aus der Gruppe. Jeder konnte machen, was er wollte. Zum Mittag haben wir uns dann zum Essen getroffen und danach ging es als Gruppe zur Führung in den Lemuren Wald. Aber, nun mal der Reihe nach.
Zum Start ein paar Vögel
Direkt neben dem Tigergehege fanden wir eine tolle Voliere, mit einem Paar roter Aras, die wunderbar für uns posiert haben. Danach war unser Ziel die große begehbare Voliere in der viele verschiedene Arten hautnah besichtig werden können. Seidenreiher, Kuhreiher, Roter Sichler, Rosa Löffler, Rotschulterente und Chile-Krickenten leben dort zusammen.
Direkt am Ausgang aus der Voliere fanden wir dann ein weiteres begehbares Gehege, im der zwei riesige und wunderschöne Waldkauze leben.
Direkt im Nachbargehege lebt ein UHU, leider durften man dieses Gehege nicht betreten. Aber, die dunklen Gitter, an die man auch noch recht nah heran kommt, waren kein Problem für ein ordentliches Foto.
Neben den Eulen liegt eine weitere begehbare Voliere, in der ganz viele Waldrappen leben.
Berberaffen im Affenwald im Zoo Rheine
Dann zog es uns in den Affenwald, wo die Kolonie Berberaffen wohnt. Nun zeigte es sich, dass es gut war, nicht mit der ganzen Gruppe zusammen durch den Zoo zu gehen. Die Schließfächer am Eingang zum Affenwald wäre dann ein wenig knapp geworden. Es ist verboten, Rucksäcke und Taschen mit in den Affenwald zu nehmen und natürlich nichts eßbares. Dafür stehen eben die besagten Schließfächer zur Verfügung.
Im Affenwald haben uns die Tiere eigentlich ignoriert, was ein gutes Zeichen ist. Würden sie ständig von den Besuchern gefüttert, so würden die viel offensiver auf uns Menschen reagieren, in der Hoffnung, wieder etwas abzubekommen. Die kleinen Berberaffen lagen aber völlig relaxt im Gehege, saßen zum Teil auf den kleinen Holzzäunen am Weg und genossen das schöne Wetter. Natürlich ist es streng verboten, die Tiere zu berühren (und auch nicht ungefährlich). Trotzdem viel es manchmal schwer, die netten Gesellen nicht einfach mal durchzuknubbeln
Kängurus, Emus, Lamas und Präriehunde im Zoo Rheine
Weiter ging es auf dem wunderbar ausgeschilderten Rundweg in ein weiteres, begehbare Gehege, wo Kängurus, Emus und Großen Maras (auch Pampashasen genannt) leben. Dabei haben auch hier die Tiere Vorfahrt im Gehege, die laufen munter auf den Fußwegen rum.
Am Ausgang trifft man dann auf die riesige Kolonie mit Präriehunden, die wie immer sehr wachsam waren und tolle Fotomotive.
Störche im Naturzoo Rheine
Im Zoo lebt eine Kolonie von etwa 200 Störchen, die dort auch gezüchtet werden. In den Sommermonaten kommen etwa nochmal 200 frei lebende Störche hinzu, die frei in dem Park leben. So ist das Geklapper der Störchenschäbel im Zoo allgegenwärtig. Überall auf den Wiesen, in den Bäumen und in der Luft sieht man diese tollen Vögel im Zoo.
Seehunde, Pinguine, Schakale und Lippenbären
In einem weitere Rundwegbereich leben neben den Seehunden auch die Pinguine. Letztere sind in einer wunderbaren, neuen und begehbaren Anlage untergebracht. Diese teilen die kleinen Pinguine sich mit einer großen Schwarm Seeschwalben. Übrigens, hier haben auch die Pinguine Vorfahrt und die bestehen auch drauf. So kann es passieren, dass diese ihre Vorfahrt nachdrücklich einfordern, wenn man im Weg rum steht und die Schwalben fotografiert. Da wird schon mal auf das im Weg stehende Bein gebissen (Aua).
Nach dem Verlassen des Pinguin Geheges kommt man zu dem riesigen Gehege, welches sich die Schakale mit den Lippenbären teilen. Zu unserer Freude gab es bei den Schakalen gerade Nachwuchs, das wussten wir vorher nicht. So hatten wir super süße Fotomotive vor der Linse. Die jungen Schakale waren richtig aktiv im Gehege unterwegs.
Kolonie der Blutbrustpaviane
Nach dem gemütlichen Mittagessen, in der geselligen Runde des Treffens, machten wir uns so langsam auf dem Weg zum Lemurenwald. Auf dem Weg dorthin kamen wir an der Kolonie der Blutbrustpaviane vorbei. Dort stand gerade die Fütterung an, so saßen die vielen Tiere sehr gespannt auf ihren Felsen. Als die Pfleger sich mit dem Futter näherten war da richtig Alarm, alle Tiere schrieen gleichzeitig, das war echt beeindruckend.
Führung im Lemuren Wald
Der Höhepunkt des Tages war dann die gemeinsame Führung durch den Lemurenwald. Hier leben verschiedene Kattas und andere Halbaffen in einem begehbaren Gehege zusammen. Dieses Gehege kann aber ohne Führung nicht betreten werden. Damit soll verhindert werden, dass die Tiere doch berührt oder gefüttert werden. Wir halten das für eine sehr gute Idee.
Beim Betreten des Geheges haben die Tiere uns dann auch komplett ignoriert. Wir konnten sie in aller Seelenruhe fotografieren. Ab und zu kam ein neugieriger Geselle aber mal ein wenig näher um die komischen Typen ohne Haare am Körper zu betrachten.
Die Pfleger haben dann Futter im Gehege verteilt, wo wir uns völlig frei bewegen durften. Das gab dann natürlich viele tolle Fotomotive, wo es uns echt schwer gefallen ist, eine Auswahl zu treffen.
Fazit unseres Besuches im Naturzoo Rheine
Da war unser erster Besuch im Naturzoo Rheine und ganz bestimmt nicht unser letzter Ausflug dorthin. Die rund anderthalb Stunden Autofahrt vom Ruhrgebiet nach Rheine haben wir nicht bereut. Der Naturzoo ist wirklich ein kleiner aber sehr feiner Zoo. Er ist weit davon entfernt ein Erlebniszoo zu sein. Laut Zoodirektor Achim Johann, der es sich nicht nehmen ließ die Führung im Lemurenwald persönlich mit uns zu machen, ist das aber auch nicht der Anspruch. Vielmehr soll eine Menge Wissen über die Tiere und deren Lebensräume auf spielerische Art vermittelt werden. Dies geschieht auch überall im Naturzoo, oft auch mit der richtigen Portion Humor.
Das Ganze dann noch mit humanen Preisen. Da haben wir in den letzten Wochen andere Erfahrungen in den Zoos Emmen oder Amneville machen müssen.
Zum Treffen der Zoofotografen hatten wir ja bereits im obigen Text unsere Begeisterung ausgedrückt. Die Truppe war von vorne bis hintern sympathisch und humorvoll – so machen solche Treffen einfach Spaß.
Offenlegung: Wir haben den Besuch im Zoo, den Eintritt, die Anreise und die Verpflegung im Zoo aus eigener Tasche bezahlt. Hier ist nichts gesponsert worden. Da wir den Zoo aber bewerben, bzw. einen Besuch dort empfehlen, meinen nun einige Verbraucherschützer, wir müssten diesen Beitrag als Werbung kennzeichnen. Dem kommen wir hiermit nach und Danken allen „InfluenzerInnen“, die es bisher nicht so mit er Kennzeichnung von Werbung hatten – Danke.
Das war unser Bericht aus dem Naturzoo in Rheine. Wenn ihr nun noch Fragen habt oder Anregungen, dann einfach einen Kommentar hier lassen. Und natürlich wollen wir wieder wissen, welches Euer Lieblingsbild ist.

















