Montana – we love you…
Ein kitschigerer Titel ist uns jetzt gerade nicht eingefallen für diesen zweiten, kurzen Zwischenbericht von unserem aktuellen Roadtrip.
Aber, wir haben uns wirklich in Montana verliebt – was ist das für ein wunderbares Fleckchen Erde. Aber der Reihe nach.
Wir haben den Yellowstone vor ein paar Tagen Richtung Norden verlassen. Für den Glacier National Park hatten wir bereits einen Campground vorgebucht, da es auf den 4. Juli zuging und hier Hochsaison ist. Gerade in der Nähe der größten Sehenswürdigkeiten ist es eng mit freien Campingplätzen.
Drei weitere Nächte vorab waren aber noch frei und wir sind somit der Nase nach gefahren.
Die erste Nach verbrachten wir dann auf einem Campground, direkt an der Interstate in Deer Lodge. Dieser unscheinbare kleine Ort hatte dann aber richtig was zu bieten. Ein fantanstisches Automuseum und das alte Montana Staats Gefängnis, welches heute ebenfalls ein Museum ist.
Die zweite Nacht verbrachten wir dann am Swan River auf einem schönen National Forest Campground, direkt am See. Morgens wurden wir dann von den Rehen geweckt, die wir einfach durch unser Fenster Fotografieren konnten.
Wir sind danach bis zur kanadischen Grenze hoch gefahren und entlang des Koocanusa Lakes zurück Richtung Süden. Dort fanden wir, direkt am Fluss, einen wunderbaren kleinen Campingplatz. Hier haben wir einen wunderbaren Sonnenuntergang und Mondaufgang beim Geheul der Wölfe in den Bergen erlebt – ich bekomme immer noch eine Gänsehaut.
Tags drauf sind wir dann wie geplant am Glacier National Park angekommen. Wir wussten bereits, das man die schöne Passstraße nicht mit dem Wohnmobil befahren darf. Also haben wir uns erst mal im Tal umgesehen und 2-3 Fotos gemacht.
Gegen Abend stand dann noch eine Bootsfahrt auf dem Programm – dabei konnte man vom See aus die wunderbare Bergkulisse geniessen.
Am folgenden Tag wollten wir dann mit den Shuttlebussen den Park und vor allem den Pass besichtigten. Das war aber eine schlechte Idee. Die Busse fahren vom Visitor-Center alle 30 Minuten – und nach 2 abgefahrenen Bussen standen wir immer noch in der langen Schlange.
Also haben wir uns kurzentschlossen vor dem Parkeingang einen PKW für einen Tag gemietet und sind den Pass selber gefahren. Das war auch eine gute Idee, denn die Shuttlebusse haben nur an sehr wenigen Stellen gehalten. So hatten wir selber die Möglichkeit die tolle Landschaft in aller Ruhe zu geniessen.
Am folgenden Tag sind wir dann wieder Richtung Süden gefahren, mit dem Ziel Yellowstone. Kurz vor dem National Park (kurz in amerikanischen Verhältnissen sind 160 Kilometer) haben wir dann in einer alten Goldgräberstadt übernachtet – Virgina City.
Gestern sind wir dann wieder im Yellowstone angekommen. Hier haben wir direkt noch ein paar Straßen und Trails erkundet, welche wir letzte Woche nicht gesehen haben.
Dabei ist unsere Erfolgsquote bei Tiersichtungen noch gewaltig gestiegen. 4 Grizzlybären, kapitale Hirsche, weitere unzählige Bisons – da kam im Glacier noch ein riesiger Fuchs mit Beute im Maul.
Dieser Bison und ein Kollege sind dann sogar durch den Fluss geschwommen – wussten wir auch noch nicht, dass die das können.
Einen der Grizzlybären habe ich mal auf die schnelle bearbeitet. 210mm Brennweite sind da schon eng – und ganz ehrlich, viel näher möchte ich dann auch nicht ran kommen.
Heute verbleiben wir noch im westlichen Yellowstone und schauen uns im Ort heute Abend die Parade und das Feuerwerk zum 4. Juli – dem amerikanischen Unabhängigkeitstag – an. Wenn man schon mal hier ist.
Morgen geht es dann weiter in den Süden, in den Grand Teton National Park, bevor wir dann am kommenden Dienstag unser Wohnmobil schon wieder abgeben müssen.
Bis hier hin hat uns die Reise schon so viele tolle Momente beschert, so viele faszinierende Eindrücke geliefert – das werden wir dann in den nächsten Wochen mal nach und nach hier im Blog aufbereiten. Wir haben bereits viele tolle Ideen und Artikel, mit wertvollen Tipps für euch im Kopf und natürlich gaaaanz viele weitere Bilder auf der Festplatte liegen.
Dazu wird es in den nächsten Wochen ein Video von unserer Reise geben. Wir haben fast unseren kompletten Roadtrip gefilmt und werden da eine schöne Zusammenfassung erstellen. Keine Angst, ihr werdet keine 2000 Meilen Fahrerei anschauen müssen.
Auch wenn unsere Reise sich in den nächsten Tagen dem Ende zuneigt sind wir frohen Mutes weiter unterwegs und werden bestimmt noch einige Eindrücke sammeln können. Wenn euch dieser kurze Einblick gefallen hat, dann lasst doch einfach einen Kommentar hier – wir würden uns sehr freuen.











