Wer benötigt schon Instagram …
… wenn man einen eigenen Blog mit Activity-Pub-Anbindung hat?
Wir (Hobby-)Fotografen wollen unsere Bilder im Netz zeigen. Und ja, wir freuen uns auch über profane Dinge wie Likes oder Shares. Für viele Menschen ist Instagram dabei das Medium Nummer eins. Kaum ein Fotograf, der nicht nach seinem Instagram-Account gefragt wird.
Da ich selbst alle Plattformen des Meta-Konzerns bereits vor über einem Jahr verlassen habe und Instagram nie so richtig meine Plattform war, gab es hier natürlich eine Lücke. Wo und wie die eigenen Fotos zeigen, außerhalb des Blogs? Wie geplant an verschiedenen Fotoaktionen wie dem FensterFreitag oder dem FotoMontag teilnehmen?
Eine Idee dazu kam mir vor ein paar Wochen. In einem ersten Schritt habe ich hier auf meinem WordPress-Blog einen eigenen Fotofeed erstellt. Hier kommen nur Fotos rein, allenfalls mit ganz wenigen Worten garniert, wenn es um eine Fotoaktion geht. Aber eigentlich bestehen die Beiträge nur aus einem Foto und einem Titelbild (Beitragsbild), welches aber nirgendwo angezeigt wird. Beide zeigen aber das gleiche Foto. Der Grund: Das Activity-Pub teilt das Titelbild. Dazu kommen noch ein Schwung Hashtags, wie wir Fotografen es so gerne machen. (Jaja, nervt einige, ich beschränke mich daher meist auf 5-6 davon.) Natürlich haben die Bilder auch einen kurzen Alt-Text, welcher ebenfalls mit ins Fediverse übertragen und dort angezeigt wird.
Die Beiträge aus dem Fotofeed werden nicht per RSS geteilt, das würde sich für mich wie Spammen anfühlen. Aber, sie werden über das Activity-Pub-Plugin ins Fediverse föderiert. Und das funktioniert ganz fantastisch. Die Beiträge/Bilder landen als Fotos in den verschiedenen Feeds und das sieht dann auf den verschiedenen Plattformen richtig gut aus.
Ich finde es prima, dass die Bilder dann direkt bei den einzelnen Diensten angesehen werden können, ohne hier auf den Blog zu kommen. Wer es mag, kann trotzdem gerne über den Link vorbeischauen. Likes und Shares werden allerdings hier auf dem Blog angezeigt, ebenfalls die Kommentare, welche aber recht selten sind.
Damit habe ich mir mein eigenes, kleines, föderiertes „Instagram“ ohne Algorithmus geschaffen, welches mir aktuell sehr viel Freude bereitet. Zudem ist es ein kleiner, persönlicher Beitrag zum Di.day.
