Warum Bloggen (trotz KI) immer noch sinnvoll ist
Neulich bin ich über die Frage gestolpert, ob Bloggen trotz der KI Systeme noch sinnvoll ist. Nun, ich denke ja, und das hat Gründe.
In einer Welt, in der Künstliche Intelligenz (KI) zunehmend unseren Alltag erleichtert, von smarten Assistenten bis hin zu automatisierten Einkaufstipps, drängt sich die Frage auf: Wird auch das Bloggen bald von KI-Beiträgen abgelöst?
Wozu noch bloggen, wenn eh alle ChatGPT fragen?
Gute Frage. Wer liest eigentlich noch Blogs, wenn sich jeder eine perfekt aufbereitete Antwort von einer KI holen kann? Und bringt es überhaupt noch was, Wissen, Gedanken und Meinungen ins Internet zu stellen, wenn es ohnehin von großen Sprachmodellen eingesaugt und als generische Antwort ausgespuckt wird?
Lass uns das mal durchgehen.
Bloggen hilft mir, mehr nachzudenken
Egal, ob jemand anderes meinen Blog liest oder nicht, ich lerne beim und durch das Schreiben. Wer ein Thema verständlich erklären will, muss es zuerst selbst wirklich durchdringen. Beim Schreiben merke ich oft, wo noch Lücken im Wissen sind oder ich eine Meinung nur schwer formulieren kann. Dann lese ich nach, recherchiere, bilde meine Meinung und Erfahrung weiter fort, um diese dann in Worte zu packen.
Wenn du regelmäßig bloggst, entwickelst du fast automatisch eine klarere Denkweise. Und das ist eine Fähigkeit, die mir in jedem Bereich hilft. Egal ob im Job oder einfach beim Sortieren meines eigenen Kopfes.
Dein Wissen kann anderen helfen (auch wenn du es nicht merkst)
Klar, die meisten Leute kommen nicht direkt auf meine Seite, wenn sie nach einer Lösung suchen. Trotzdem kommen hier über 10.000 Menschen jeden Monat auf den Blog. Vielleicht über eine Google-Suche. Vielleicht durch eine Foren-Diskussion. Vielleicht sogar über eine KI-generierte Antwort, die aus meinem Blog-Post gespeist wurde (ist doof, aber wohl neue Realität).
Das Beste: Du merkst oft gar nicht, wem Du geholfen hast. Aber gelegentlich bekommt man eine Nachricht von jemandem, der schreibt: „Hey, danke für den Artikel, hat mir echt weitergeholfen!“. Dieser Moment ist einfach großartig.
Der kleine Kick, wenn Leute deine Texte mögen
Okay, seien wir ehrlich: Es macht schon Spaß, wenn ein Blogpost mal durchstartet. Wenn Leute ihn teilen, diskutieren oder kommentieren. Dieser kleine Dopamin-Kick, wenn man sieht: „Oh wow, Leute lesen das wirklich!“, der ist nicht zu unterschätzen.
Natürlich passiert das nicht bei jedem Beitrag. Die meisten Blogposts verschwinden einfach in der Weite des Internets. Aber genau deshalb sind die seltenen Momente, in denen ein Artikel Anklang findet, umso schöner.
Aber was ist mit KI?
Ja, KI-Systeme durchsuchen das Netz und bauen ihre Antworten auf das auf, was sie finden. Manchmal zitieren sie Quellen, oft aber auch nicht. Und ja, das kann frustrierend sein. Aber mal ehrlich: Würdest Du aufhören zu programmieren, nur weil es Code-Generatoren gibt? Würdest Du aufhören zu zeichnen, nur weil es KI-Kunst gibt? Würdest Du aufhören zu fotografieren, nur weil es KI-Bilder gibt? Würdest Du aufhören, nachzudenken, nur weil eine Maschine auch Texte schreiben kann?
Dabei muss man der neuen Technik gar nicht abwehrend gegenüber stehen. Ich nutze so manches KI-Helferlein inzwischen wirklich gerne.Das Erstellen der Titelbilder ist ein gutes Beispiel dafür, oder die Korrektur meiner Texte.
Bloggen bleibt wertvoll. Nicht nur, weil es andere lesen könnten, sondern weil es Dich selbst weiterbringt.
