Ich liebe ja Statistiken. Auch hier für den Hobby-Blog schaue ich recht regelmäßig ins Matomo. Dabei geht es mir nicht um die nackten Zahlen, sondern darum, das Verhalten der Besucher:innen hier auf der Seite zu verstehen. Dabei helfen mir die Statistiken sehr.
Statistiken sind nicht nur was für Hardcore-Marketing-Menschen – auch als Hobbyblogger finde ich sie richtig spannend. Stell Dir vor, ich habe unzählige Stunden damit verbracht, über mein Lieblingsbrettspiel zu schreiben oder meine letzten Reisen zu dokumentieren, und plötzlich zeigt mir mein Dashboard: „Hey, dieser Beitrag hat 500 Aufrufe!“ Da kommt doch Freude auf, oder?
Feedback in Zahlen
Wir Hobby-Blogger schreiben ja oft, dass wir in erster Linie für uns schreiben. Ja, ich sag mal, mache ich auch. Aber trotzdem freue ich mich über jeden Besucher hier auf der Seite. Wenn uns die vollkommen egal wären, könnten wir doch auch Tagebücher auf Papier schreiben.
Auch wenn ich damit kein Geld verdienen oder eine riesige Community aufbauen möchte, geben mir die Statistiken wertvolles Feedback. So kann ich herausfinden, welche Themen meine Leser wirklich interessieren. Vielleicht liegt es an meinem lockeren Schreibstil oder daran, wie ich einen charmanten Blick hinter die Kulissen meiner Hobbys werfe – die Zahlen helfen mir, das zu verstehen. Allerdings werde ich weiter darüber schreiben, worauf ich gerade Lust habe. Ich lasse mich von den Statistiken in kein thematisches Korsett stopfen.
Trotzdem ist der Blick auf die Statistik wie eine kleine Belohnung: Ein Klickzähler, der sich langsam nach oben bewegt, wirkt schon positiv auf mich. Das motiviert mich, noch mehr zu schreiben und vielleicht auch mal neue Themen auszuprobieren.
Entwicklung der letzten Wochen
Seit Januar bin ich hier auf dem Blog wieder richtig aktiv, wie Du vielleicht schon mitbekommen hast. Ich bin aber nicht nur hier aktiver geworden, auch in der Bloggerszene. Ich kommentiere mehr auf anderen Blogs, habe eine Blogparade gestartet, bin in einem Webring beigetreten und in zwei Bloggerforen aktiv.
Das hat zwei Auswirkungen auf die Statistik dieses Blogs.
Vorab vielleicht ein Blick in die Historie. Im September des Jahres 2019 hatte dieser Blog seine statistische Krone erreicht. 100.000 Seitenaufrufe kamen in dem Monat zusammen, verursacht von 72.000 Besuchern. Besonders beliebt waren damals immer die Fotografie-Tipps und die Reiseberichte. Tja, dann kam Corona, das Thema Reisen war für fast zwei Jahre tot. Und auch hier auf dem Blog kehrte nach und nach Ruhe ein. Es gab nur noch wenige neue Beiträge. Zusammen mit einigen Updates des Google-Algorithmus ging es fortan nur noch bergab.
Der „Tiefpunkt“ war dann im Dezember 2024 erreicht, mit nur noch 10.000 Aufrufen und 8.000 Besuchern. Das war aber nicht der Grund, weshalb ich hier wieder aktiver wurde. Zu dem Zeitpunkt wusste ich das gar nicht, da ich mehr die Zahlen vom Brettspiel-Blog im Auge hatte.
Aber durch die zunehmende Aktivität meinerseits geht es aktuell wieder nach oben. Stand heute sind es 13.500 Besucher und 23.000 Seitenaufrufe in den letzten 30 Tagen. Klar, mehr Aktivität, mehr Besucher. Zudem habe ich ja noch die Beiträge des Brettspiel-Potts hier in den Blog eingebaut. Die Suchergebnisse von Google zu den Themen landen nun auch hier.
Das ist soweit alles nachvollziehbar. Was mich ein wenig verwundert, ist die Änderung bei der Verteilung der Quellen. So sah es noch im Juni 2024 aus, wo es ruhig auf dem Blog war:
Gute 75% kamen über Suchmaschinen (davon dann 95% über Google) auf diesen Blog. Der Rest teilte sich auf Links von Webseiten, Social Medias, Kampagnen und direkten Zugriffen auf. Letztere werden so einsortiert, wenn keine Quelle für den Link ermittelt werden kann oder jemand die Seite direkt aufruft. In den Kampagnen tracke ich übrigens die Links von Matomo und aus dem RSS-Feed.
Dieses Verhältnis hat sich jetzt deutlich verändert:

Der Anteil der Suchmaschinen-Besucher ist auf rund 50% zurückgegangen. Das drückt sich auch in den totalen Zahlen aus (Juni 2024: 9400 – Letzte 30 Tage: 6200). Trotzdem ist die Gesamtzahl der Besucher, wie oben geschrieben, gestiegen. Das zeigt mir, wie wichtig es ist, sichtbar zu sein, wenn man gelesen werden möchte. Und zwar außerhalb von Google und Co. Die Zugriffe über andere Webseiten sind massiv gestiegen, vermutlich durch Links in den Kommentaren. Die RSS-Zahlen bei den Kampagnen gehen ebenfalls hoch. Klar, die Lesenden reagieren natürlich auf regelmäßige neue Beiträge, die im RSS-Feed erscheinen. Aber auch die Zahlen der „Kampagne“ Mastodon steigen an. Die haben Werte, welche X und FB lange in Summe nicht erreicht haben. Also erreicht man auch dort Sichtbarkeit – ganz ohne doofen Algorithmus. Wo es dagegen gar nicht läuft, ist Bluesky, welches sich in dem kümmerlichen grünen Balken der sozialen Netzwerke versteckt. Da bekomme ich mehr Aufrufe von Facebook, obwohl es mich da gar nicht mehr gibt. :-)
Ich bin mal gespannt, wie sich das weiterentwickeln wird. Der Statistik-Nerd ist auf jeden Fall getriggert.
Also, auch wenn ich meinen Blog nur als Hobby betreibe, sind Statistiken ein cooler Begleiter auf meinem Weg. Sie zeigen mir, dass meine Ideen ankommen, geben mir Motivation und helfen mir, mich immer weiter zu verbessern. Letztlich ist es doch schön zu wissen: Irgendwo da draußen liest jemand meine Zeilen und freut sich genauso wie ich über das, was ich teile.


