
Smartphone oder Fotokamera?
Vor rund 5 Jahren habe ich einen ausführlichen Artikel darüber geschrieben, wie ich die Fotografie mit dem Smartphone im Vergleich zur richtigen, digitalen Kamera sehe. Fünf Jahre sind im Bereich Technik eine lange Zeit, daher mal ein kleines Update.
Meine Fotoausrüstung ist im Vergleich zu damals geschrumpft. Aktuell habe ich „nur“ noch eine digitale Kamera, die Canon EOS 5D MK4 im Rucksack. Dazu drei Objektive:
- Canon 100-400 L
- Sigma 105 Makro
- Sigma 24-105 Art
Damit sind zunächst alle Bereiche abgedeckt, bei denen ich die Kamera einsetze.
Allerdings sind die Anwendungsbereiche weniger geworden. Im Zoo, beim Spotten oder bei besonders reizvollen Reisezielen, nehme ich immer noch die große Ausrüstung mit. Wenn wir zum Beispiel wieder nach Griechenland fliegen, wo wir uns gerne alte Steine, schöne Ortschaften und Museen anschauen, möchte ich auf die große Kamera nicht verzichten. Die Kamera kommt immer dann zum Einsatz, wenn ich viel Brennweite brauche, bei Makro-Aufnahmen, wenn ich einen vernünftigen, optischen Zoom benötige oder Fotos besonders bearbeiten möchte. Das alles trifft im Alltag meistens nicht zu.
Im Alltag verlasse ich mich daher vollständig auf mein Smartphone. Hier kommt aktuell ein iPhone 16 Pro zum Einsatz. Auch auf unseren Radtouren und unseren Schiffsurlauben reicht die Smartphone-Kamera vollkommen aus. Die Bilder haben eine gute, bis ausgezeichnete Qualität. Die Probleme bei schlechtem Licht, die ich im alten Artikel noch bemängelt habe, werden durch die moderne Technik inzwischen hervorragend beherrscht.
Im Hinterkopf habe ich dabei aber immer, dass die Reserven für eine Bearbeitung sehr begrenzt sind. Auch das Croppen der Aufnahmen ist nur beschränkt möglich. Denn wenn man mal sehr ins Detail der Fotos zoomt, erkennt man schnell, dass es dort arg matschig wird. Es ist nun mal alles durch die Software des Smartphones optimiert, für die Darstellung am Smartphone.
Da ich aber die meisten Fotos genau da anschaue, oder am iPad, oder hier mit 1000 Pixeln auf dem Blog zeige, reicht das vollkommen aus. Leichte Korrekturen der Belichtungsparameter sind ebenfalls problemlos machbar. Sollte ich Bilder mal in den Print geben wollen, dann werden diese mit der großen Kamera gemacht.
Für meine Anforderungen reichen die Fotos meistens aus. Daher kann es tatsächlich vorkommen, dass die große Kamera mal monatelang nicht genutzt wird. Abgeben würde ich die aber weiterhin nicht. Spätestens bei der nächsten Hummel, die ich fotografieren möchte, würde ich sie sehr vermissen. Die Technik der Smartphones hat in den vergangenen 5 Jahren kräftig zugelegt und aufgeholt. Aber eine richtige Kamera können sie weiter nicht komplett ersetzen. Da sind einfach physikalische Grenzen gesetzt (Sensorgröße, Brennweite).
Wo seid Ihr unterwegs? Eher Team Smartphone oder Team „große“ Kamera?
