Nichtrauchen, Fitness, Abnehmen – Stand der Dinge
Jetzt wird es mal sehr persönlich. Im September habe ich mit dem Rauchen aufgehört, indem ich auf das Dampfen umgestiegen bin. Resultat war, ich habe noch mehr zugenommen. Irgendwann musste das aber gestoppt werden und nun bin ich wohl auf einem ganz guten Weg. Dabei habe ich nur Kleinigkeiten an meiner Ernährung verändert und bewege mich mehr.
Das Gewicht
Nach dem Umstieg auf das Dampfen hat sich eine deutliche Verbesserung meiner Gesundheit eingestellt. Besonders der immer anwesende Husten ist komplett verschwunden und die Kondition ist danach auch ein wenig besser geworden. Aber, auf der Waage ging es immer weiter nach oben. Wie so viele Menschen, die nicht mehr rauchen, hat sich die Verdauung umgestellt. Bei mir lag es nicht daran, dass ich als Ersatz noch mehr (!) Süßes gegessen hätte.
Im März zeigte die Waage dann stolze 140 Kilogramm an. Wow, ein Alarmzeichen. Warum? Mehr könnte die Waage gar nicht anzeigen. Also musste sich was ändern.
Erste Maßnahme: Ab sofort die abendlichen Süßigkeiten im Bett stoppen. Hier eine Tafel Schokolade, da eine Tüte Chips, und da lag doch noch ein Notfall-Frikadellchen im Kühlschrank. Schluss, aus, Ende im Fressgelände. Dazu den Zucker im Kaffee reduziert und auf die Eisvorräte im Eisfach verzichtet. Auf eine richtige Diät hatte ich aber keine Lust. Zudem kommt bei mir dazu, dass ich nicht zu viel Gewicht in kurzer Zeit abnehmen will. Das triggert meinen Hypochonder – denn hoher Gewichtsverlust ist böse – und wenn der noch so gut erklärbar ist.
Aber diese ersten Maßnahmen zeigten schon Erfolg. In den ersten Wochen, nach dem Weglassen der abendlichen Süßigkeiten und der anderen kleinen Umstellungen, ging es schön langsam wieder runter. Stand heute bin ich bei 128 Kilo angekommen, nach 5 Monaten. Also rund 0,6 Kilo pro Woche.
In den letzten Tagen begann ich dann, meine Mahlzeiten zu tracken, um eine Übersicht über die Kalorien zu bekommen. Dazu habe ich in der App eingestellt, dass ich in einem halben Jahr auf 100 Kilogramm kommen möchte. Diese errechnete mir dann einen Kalorienbedarf von 3055 kcal, die ich jetzt pro Tag zu mir nehmen dürfte – errechnet aus meinem aktuellen Gewicht, Alter, Geschlecht und dem vorgegebenen Ziel.
Und ganz ehrlich, das schaffe ich nur an den wenigsten Tagen. Wenn dann noch Bonus-Kalorien durch das Radfahren oben drauf kommen, wird es sogar ganz utopisch. Heute wären das nochmal 885 kcal mehr gewesen. Ok, war auch eine 50 Kilometer Tour, aber so 300-400 radel ich fast jeden Tag zusammen.
Die Fitness
Oft wird man ja mit dem E-Bike belächelt. Ich lächel inzwischen nur noch zurück, weil ich merke, wie gut mir das Radeln tut und wie sich meine Kondition verbessert.
Mein Bike zeigt mir ja die von mir getretene Leistung an. Zu Beginn des Jahres kam ich hier im Schnitt auf 110 Watt bei einer Tour. Jetzt bin ich meist um die 140 Watt im Schnitt und kann auch längere Strecken auf 160-200 fahren, ohne Luftnot zu bekommen, und auch 300 Watt sind mal über 5-10 Minuten möglich. Dann möchte ich mich aber nicht mehr unterhalten. Der Rauchstopp im September spielt da sicher auch noch eine Rolle. Ok, ein Hardcore-Bio-Bike-Radler wird über die Werte vermutlich auch wieder nur lachen. Mir egal.
Dazu merke ich beim Radeln, dass mir die Beine nicht mehr weh tun, auch nach einer längeren Strecke nicht. Und im Alltag stören mich Treppen nicht mehr und ich kann auch mal längere Strecken laufen, ohne Rückenprobleme zu bekommen. Wobei laufen nie meine Leidenschaft wird.
Das Ziel
Aktuell bin ich bei 128 Kilogramm, ein Gewicht, das ich schon seit 5 Jahren nicht mehr hatte. Ziel ist es, erst einmal die 100 Kilo zu erreichen bzw. zu unterschreiten. Das will ich irgendwann im Januar/Februar erreichen.
Damit kommen wir aber zu einem Problem, der Bewegung in der dunklen Jahreszeit. Radfahren will ich dann nicht mehr, das macht mir in der Dunkelheit einfach keinen Spaß. Und tagsüber muss ich natürlich arbeiten. Die Idee ist es nun, mir ein Fitness-Studio zu suchen, wo ich aber meine Ruhe habe. Ich will/brauche keinen Trainer (außer zum Erklären der Geräte), ich brauche kein Programm, ich brauche keine Messungen, die mir bestätigen, dass ich zu dick bin. Ich will dahin, mich 1-2 Stunden auf ein Fahrrad setzen, meine Zeit abstrampeln und wieder gehen. Idealerweise mit einem Abo, welches über die Sommermonate ruhen kann (ja, ich weiß. ich Träumerchen).
Wer da aber etwas kennt, in Mülheim / Duisburg / Oberhausen – gerne her mit dem Tipp.
