Mischwarenladen als Blog

Veröffentlicht: 15. Januar 2022

Titel Blogthemen 1000

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Autor: Thomas Jansen

Veröffentlicht: 15. Januar 2022

2.3 Minuten Lesezeit- 2 Kommentare-

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Vor drei Monaten haben wir die Umbenennung vom Reisen-Fotografie Blog zu Jansens Pott vorgenommen. Seitdem sind wir auch offiziell ein Mischwarenladen beim Bloggen geworden. Und wir haben diesen Schritt keine Sekunde bereut, es fühlt sich immer noch richtig an.

Mischwarenladen als Blog – ist das eine gute Idee?

Die Frage ist eigentlich ganz einfach zu beantworten: Es kommt drauf an.

Wenn Ihr einen Blog monetarisieren wollt, also Geld damit verdienen wollt, dann lasst die Finger von der Idee. Denn dann bietet der Mischwarenladen einige Nachteile. Eventuelle Kooperationspartner empfinden Euren Blog vielleicht nicht als zielgruppengerecht an. Bei Google wird es schwieriger, da der Algorithmus den Blog keinen Thema zuordnen kann. Auch in der Außendarstellung wird es schwierig, wenn Ihr nach einem Blogthema gefragt werdet, um zum Beispiel in Facebook-Gruppen aufgenommen zu werden.

Also, beim monetarisieren ist ein Nischenblog sicherlich eine hervorragende Idee.

Wer seinen Blog aber als Hobby betreibt, nicht abhängig von Sponsoren und Leserzahlen ist, und gleichzeitig gerne über mehrere Themen schreiben will, für den ist so ein Mischblog sicherlich nicht verkehrt.

Was hat sich für uns geändert?

Nach außen hat sich für uns wohl nicht viel verändert. Ein neuer Name, jetzt noch eine neue Farbgebung (wir konnten das Blau nicht mehr sehen). Inhaltlich haben wir auch nicht viel verändert, es kommen weiter alle Themen auf den Tisch, die uns gerade interessieren.

Aber von unserer inneren Einstellung hat sich was verändert, es fühlt sich nun richtig an. Beim Reisen-Fotografie-Blog hatten wir schon öfters, tief im inneren, ein schlechtes Gewissen, wenn wir mal wieder über Brettspiele oder Politik geschrieben haben. Klar, wir haben immer gesagt, unser Blog, unsere Regeln. Allerdings haben wir gewusst, dass wir mit dem Blognamen eine Erwartung wecken, der wir immer seltener gerecht wurden.

Mit dem neuen Namen fühlen wir uns frei. Frei, das zu machen, wozu wir Lust haben. Und dazu gehört auch, dass wir mal reine Fotobeiträge veröffentlichen, ganz ohne Text. Wir schreiben auch mal kurze Texte, kurze Gedanken nieder (das wird noch kommen). Denn uns ist inzwischen dieser ganze SEO-Krempel egal. Wir schreiben die Texte nur noch für unsere Leser, natürlich schön gegliedert und beschriften Fotos. Halt die Grundlagen. aber mehr auch nicht. Wir betreiben keine Keyword-Analysen mehr und achten beim Schreiben auf keine Ampeln der SEO-Tools mehr.

Am Anfang unserer Bloggerkarriere haben wir übrigens genau so gearbeitet. Und genau aus dieser Zeit stammen unserer Evergreen-Artikel, welche seit vielen Jahren bei Google weit oben stehen (auch nach dem Umzug noch) und uns regelmäßig viele Leser auf den Blog bringen.

Hatten wir auch Nachteile?

Ja, die hatten wir. So sind nach dem Domainumzug die Besucherzahlen von Google um rund 30% eingebrochen. Das ist aber Jammern auf einem sehr hohen Niveau. Denn es lesen immer noch rund 20.000 Besucher im Monat diesen Blog und die Zahlen haben sich rund um diesen Wert nun eingependelt. Und das ist eine Zahl, die für einen Hobbyblog sehenswert ist.

Fazit – Alles richtig gemacht

Für uns können wir sagen, wir haben alles richtig gemacht. Die Freude am Bloggen ist wieder zurückgekommen. Auch wenn wir im Moment nur wenig neue Artikel schreiben. Die Arbeit lässt uns gerade nur wenig Zeit dafür. Unsere Ideenliste ist aber lang und die aktuelle Lage gibt es auch immer Anlässe, über die wir plötzlich schreiben müssen.

Bleibt uns gewogen, wir lesen uns!

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Schau auch mal in die anderen Themenbereiche auf dem Blog:

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2 Kommentare

  1. Henning Uhle 15. Januar 2022 um 11:07 - Antworten

    Tach,

    bei mir war es genau dieser Grund, wieso ich mich nie in irgendeine Nische habe drängeln lassen: Ich wollte immer über das schreiben, wozu ich Lust hatte. Deshalb wäre bei mir auch nie, nie, nie so etwas wie „Mailserver World“ oder sowas zustande gekommen, obwohl es das ist, wo ich mich am besten auskenne. Nein, ich wollte immer darüber schreiben, was mir in dem Moment im Nacken juckt. Deshalb heißt mein Blog eben auch seit April 2009 wie ich und hat meinen Namen als Domain.

    Ich habe da auch keinen einzigen Tag bereut, obwohl mir viele SEO-Heinis in die Suppe quatschen wollten und mir „ex-pert.com“ andrehen wollten, weil ich ja – haha, Schenkelklopfer – einen auf „Ex“, also Exchange Server mache. Aber das wäre mir zu wenig gewesen.

    Allerdings gehe ich noch ein bisschen schwanger, nicht mehr auf die SEO-Ampel zu gucken. Es fühlt sich irgendwie nicht ganz falsch an, in RankMath bei einem fertig geschriebenen Artikel ein grünes Ergebnis zu haben. Obwohl ihr ja Recht habt: Das ist Schwachsinn, weil ja eben die Dauerläufer immer unsere Blogs bestimmen. Ich bekomme zum Beispiel das 3. Mal in Folge für ein uns denselben Artikel Geld von der VG Wort.

    Nur mal so: Die erfolgreichsten Artikel der letzten 12 Monate:

    1. Ein Artikel, der ziemlich exakt 3 Jahre alt ist
    2. Ein Artikel, der fünfjähriges hat
    3. 1,5 Jahre alt
    4. 4 Jahre alt

    Nichts aktuelles. Ich denke, das ist auch normal bei Blogs. Aber eure Zugriffszahlen sind schon beeindruckend, fast doppelt so hoch wie bei mir. Aber ich messe auch „nur“ mit Matomo.

    • Thomas Jansen 17. Januar 2022 um 9:29 - Antworten

      Moin Henning,

      och, Matomo nutze ich auch. Was sollen andere Tools auch besser messen?

      RankMath nutze ich auch noch, aber nur damit viele Dinge automatisch ausgefüllt werden. Dafür ist das Teil wirklich gut. Technisch gesehen, und dazu gehören für mich auch die vollständigen META-Angaben und anderer Schnickschnack, will ich den Blog ja sauber haben.

      LG Thomas

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