Flugzeugbilder aus Madrid Barajas – alle Postitionen
Das Osterwochenende in Madrid ist viel zu schnell vorbei gegangen, wie jeder Urlaub halt. Karfreitag sind wir mit Iberia Express morgens von Düsseldorf nach Madrid geflogen. Der Flug selber war unspektakulär und schnell. Bereits nach einer Stunde und 55 Minuten landeten wir in der spanische Hauptstadt. Nach dem wir unsere Koffer im modernen Terminal 4 in Empfang genommen hatten, ging es mit dem Bus Richtung Terminal 1, wo unser Leihwagen bereit stand.
Natürlich gab genau da unser Navigations-System seinen Geist auf… war ja irgendwie klar. Also am Handy eine Tagesflat für Spanien gebucht und sich von GoogleMaps zum Hotel führen lassen. Am Ibis Hotel in Barajas wartete schon ein Teil der anderen Spotter auf uns und nach einem kurzen Einkauf ging es zum ersten Spotterplatz am Flughafen.
Eine Übersicht über die einzelnen Spotterpositionen findet ihr am Ende des Berichtes. Generell noch zur Info: Die beiden westlichen Bahnen werden für alle Flüge von/nach Westen und Süden genutzt. Die östlichen Bahnen dann entsprechend für Flüge von/nach Osten und Süden. So kann man planen, was wo landet, wenn man einen bestimmten Flieger bekommen möchte.
Hier folgen nun ein paar ausgewählte Bilder von den einzelnen Positionen, in chronologischer Reihenfolge.
Position A – Fußgängerbrücke über die E-90
Von der Fußgängerbrücke über die E-90 (Madrid-Zaragossa) hat man einen wunderbaren Ausblick auf den südlichen Anflug. Brennweite braucht man hier zwischen 100 und 300 mm, je nach Flugzeugtyp.
Position B – Wiese am südlichen Anflug (Nachmittag)
Nach zwei Stunden auf der Brücke meldete sich die Nürnberger Fraktion unserer Gruppe. Sie beschrieben uns den Weg zu einer Wiese, am südlichen Anflug, wo man deutlich näher an den Maschinen dran ist. Also, alles ins Auto gepackt und rüber gefahren.
Leider wurde nach kurzer Zeit die Anflugrichtung gedreht. Wir sind dann aber dort geblieben und haben halt abfliegende Maschinen fotografiert. Kleine Jets sind dann aber an der Stelle bereits zu hoch für ein vernünftiges Foto.
Am Abend sind wir dann in unserem Hotel in Barajas zusammen Essen gegangen. Keiner hatte nach dem anstrengenden Tag noch Lust auswärts nach einen Restaurant zu suchen. Einige von uns waren ja seit 3 Uhr morgens auf den Beinen.
Position C – Wiese am südlichen Anflug (Vormittagsposition)
Samstag morgens sind wir dann, nach einem ausgiebigen, gemeinsamen Frühstück, zur Vormittagsposition am südlichen Airport gefahren. Parken kann man dort wunderbar auf dem Parkplatz des Carefour-Supermarktes und muß dann nur auf der anderen Straßenseite über die Leitplanke klettern und die anschließende Böschung unfallfrei herunter kommen.
Dort hat man dann einen wunderbaren Blick auf die landenden Flugzeuge:
Die Stimmung beim Treffen war super, also wie in jedem Jahr. Und das Admin-/Moderatorenteam des Flugzeugspotter-Forums hatte auch öfters nur Unsinn im Kopf:
Position D – Der Spotterhügel am Taxiway
Als wir es uns gerade so richtig gemütlich gemacht hatten, kam was kommen musste… die Anflugrichtung wurde schon wieder auf Nord gedreht. Da wir aber nicht schon wieder hohe, startende Flieger knipsen wollten und außerdem die Cubana im Anflug war, packten wir ein wenig hektisch unsere Sachen uns Auto und fuhren rüber zum Spotterhügel am Taxiway.
Diese Position ist eigentlich genial. Hier kommt fast jeder Flieger zwangsläufig im Laufe des Tages vorbei. Entweder nach der Landung oder vor dem Start. Nur leider ist das Licht dort eigentlich erst ab 13/14 Uhr wirklich gut. Aber die Cubana haben wir natürlich trotzdem dort bekommen:
Einige Jungs aus unserer Truppe bekamen dann einen Hungeranfall und haben sich auf den Weg zum Burgerkönig gemacht. Tja, man kann nun sagen „Pech gehabt“ – muß man aber nicht. Diese hübsche Pullmantur haben wir in den nächsten Tagen dann nicht mehr vor die Linse bekommen:
Dann kam als weiteres Highlight diese Evelop:
Zur AeroMexico waren wir dann aber wieder vollständig und die Sticheleien legten sich auch schon wieder…
Ein Highlight war auf jeden Fall die folgende Aerolineas Argentinas im neuen Farbkleid. Diese Gesellschaft bekommt man in Europa nur sehr selten vor die Linse:
Position E – Aussichtspunkt über den südlichen Airportbereich
Aus einem Reisebericht wussten wir, dass es einen Aussichtspunkt über den südlichen Airport geben muß. Ein wenig in Google-Maps gesucht und einfach mal hin gefahren. Und Bingo… welch eine tolle Position. Nur, Brennweite braucht es, viel, sehr viel.
Hier mal einen Überblick:
Es wurden dann die großen Brennweiten aufgeschraubt und die Spannung stieg. Es war wieder Südwind, also wartete die Gemeinde auf die ersten startenden Flieger auf der 15L.
Und dann startete die Qatar 777 – WOW! Wo und wann hat man schon mal die Möglichkeit von so weit oben auf startende Flugzeuge zu schauen.
Was für eine tolle Perspektive…, welche noch toller wurde, wenn die Flieger im richtigen Winkel abgehoben haben und die Skyline von Madrid im Hintergrund auftauchte:
Von dieser Position kann man einfach nur schwärmen… Einige suchten aber trotzdem immer noch die perfekte Perspektive, sozusagen abseits des Mainstreams…
Position F – nördlicher Anflug
Leider ging die Sonne aber so weit rum, das wir an der wunderbaren Position so langsam Gegenlicht bekamen. Da wir alle noch ein paar Anflugaufnahmen machen wollten suchten wir uns nun eine Position im Nordanflug des Airports.
Diese ist mit dem Auto gut zu erreichen, wenn es trocken ist oder man einen Geländewagen hat. Bei nassem Wetter würde ich dort nicht hin fahren und das Auto vorher abstellen.
Auf jeden Fall ist es einer wunderbaren Position für Anflugaufnahmen aus nördlicher Richtung.

Madrid, BOA, B767 – 155mm Brennweite
Alle Brennweiten sind in mm Nikon-Crop angegeben. Kleinbildbrennweite ist x1,5.
Fazit
Alles in Allem war es wieder ein gelungenes Ostertreffen. Die anwesenden Spotter hatten alle den richtigen Sinn für das Hobby und sind die Sache mit einer sehr guten Portion Humor und Lockerheit angegangen. Eindeutig war der gesellige Sinn des Treffens erfüllt.
Der Flughafen Madrid bietet zahlreiche Möglichkeiten zum Spotten. Wenn man mal ein wenig da rum fährt, kann man bestimmt noch zahlreiche weitere Positionen entdecken. Probleme mit den Sicherheitsbehörden gab es an keiner einzigen Stelle – eher haben die uns freundlich zugewinkt.
Vom Flugverkehr kann man, als erfahrener Spotter, vielleicht ein wenig enttäuscht sein. Natürlich, die planmäßige Südamerikafraktion ist schon eine Reise nach Madrid wert. Aber sonst war wenig ungeplantes oder überraschendes Fluggerät dabei. Rein vom Traffic her sind Airports wie Paris, London oder Amsterdam bestimmt spannender.
Planung für nächstes Jahr
Fester Bestandteil des Ostertreffens ist es ja, das Treffen für das kommende Jahr zu planen. Mit einer knappen Mehrheit hat sich die Gemeinde für Istanbul als Ziel für Ostern 2015 geeinigt. Wir waren zwar im letzten Jahr bereits dort, aber nur mit einer recht kleinen Truppe. Nur, alle die da waren wollen da noch mal hin und die „Neulinge“ werden dort garantiert genau so begeistert sein.
Karte mit den Spotterpositionen
Zum Vergrößern der Karte einfach oben, rechts auf das Kästchen klicken.
Kommentare und Feedback erwünscht
Ich hoffe, der Bericht war auch für nicht spottende Besucher des Blogs ein wenig interessant und hat einen kleinen Einblick in das Spotterleben gegeben. Der zweite Teil des Berichtes wird Melanie noch schreiben. Da geht es dann um Madrid und seine Sehenswürdigkeiten.
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