Zoo Duisburg mit 2 Kameras im Vergleich
Am letzten Wochenende haben wir unsere kleine Zoo-Tournee beendet. Nach Hannover, dem Serengeti-Park und Gelsenkirchen stand nun unser Heimatzoo Duisburg auf dem Programm. Natürlich sollte auch die neue Kamera getestet werden, ganz besonders das Tele von 600mm an der Lumix.
Da Melli bereits im letzten Urlaub richtig Spaß am Fotografieren gefunden hat, haben wir die Ausrüstung aufgeteilt und einen kleinen Wettbewerb gestartet. Wer mach das schönere Bild. :-) So sind wir den Tag durch den Zoo gezogen, Melli mit der Sony und dem 55-210 Millimeter Objektiv, Thomas mit der neuen Lumix FZ300.
Am Sonntag haben wir beide unsere schönsten Bilder rausgesucht, die wir Euch hier zeigen werden. Entscheidet selbst, wer das jeweils schönere Bild geschossen hat. Wir halten uns mit Text mal ein wenig zurück und lassen teilweise einfach mal die Bilder sprechen.
Bilder aus dem Zoo Duisburg
Unsere erste Station war das neue Tigergehege, welches erst vor ein paar Tagen eröffnet wurde. Das ist wirklich sehr schön geworden, riesig groß mit tollen Stellen zum fotografieren. Ganz besonders gelungen ist die kleine Aussichtsplattform, auch wenn man dort durch Scheiben fotografieren muss.
Hier hatte Thomas mehr Glück und hat den Tiger wenigstens auf einem Bild halbwegs vernünftig erwischt. Von Mellis Position aus war er nicht so schön zu sehen.
Letztens wurden wir gefragt, ob denn der kleine rote Panda noch in Duisburg zu sehen sei. Wir können nun mit Sicherheit sagen, ja – die sind noch da und süß wie immer.
Dieser Jungvogel saß in dem Nest, über dem Panda-Gehege. Er überlegt die ganze Zeit, ob er nun los fliegen soll oder nicht. Am Ende hat er sich nicht getraut. Auf jeden Fall ein schönes Motiv um mal die vollen 600mm der Panasonic auszuprobieren.
Die Panasonic macht schon tolle Bilder. Dieser Vogel wurde mit der vollen Brennweite aufgenommen, aus der Hand. Der Bildstabilisator macht also einen guten Job. Wir hatten Zweifel, ob die Kamera bei der Brennweite überhaupt ruhig zu halten ist.
Die Hyänenhunde lagen in einem recht dunklen Verbau. Auch hier arbeitet die FZ300 sehr ordentlich, der Fokus verrichtete schnell seinen Job. Nur, mehr als ISO800 machen keinen Sinn, da rauscht die Kamera doch schon ordentlich. Bei dem kleinen Sensor war das aber nicht anders zu erwarten.
Bei diesem Kollegen kann man wunderbar die verschiedenen Brennweiten sehen. Bei unserer Sony mit dem 55-210mm-Objektiv kommt man, gerechnet auf das Kleinbildformat, auf eine Brennweite von 315 Millimetern, die Sony auf 600 Millimeter.
Die tolle Brennweite ist natürlich auf bei anderen Dingen von Vorteil. So zum Beispiel bei den Blüten, oben am Baum fotografiert. Das hat schon was.
Im Affenhaus gibt es auch ein Papageien-Gehege. Für Melli war es das erste Mal, dass sie durch Gitter fotografiert hat – ich finde, das hat sie prima hinbekommen. Das Bild von Melli ist übrigens mit ISO 3200 aufgenommen, das von Thomas mit ISO 400, da zahlt sich dann die Blende von 2,8 aus. Trotzdem ist in dem oberen Bild das Rauschen noch erträglich, wie wir meinen.
Nein, diese Schildkröte isst kein Steak? Das war ein rotes Kraut.
Die letzten Bilder sind nur von Thomas, da Melli bereits vorgegangen war zum Restaurant bzw. einfach mal nur so die Tiere angeschaut hat. Dafür ging es dann bei den Erdmännchen richtig ans Knipsen.
Es war schwer, sich für die richtigen Bilder zu entscheiden. Irgendwann machen wir wohl mal einen Erdmannkalender, mit 365 Einzeltagen. Fotos dafür haben wir mehr als genug Material. Thomas hat auch bei den Erdmännchen ein wenig mit der langen Brennweite rumgespielt. Denn selbst bei den kleinen Kerlen sind damit tolle Detailbilder machbar. Melli hat sich mehr auf die klassischen Erdmännchen Motive konzentriert, was ihr verdammt gut gelungen ist. Mittlerweile klappt auch das gezielte Fokussieren richtig prima.
Das war mal eine Serie von Bildern, wo Melli die schöneren Ergebnisse erzielt hat.
Zum Ende unserer Tour sind wir ein zweites Mal zu den Bären gegangen. Beim ersten Vorbeischauen lagen die nur faul in der Sonne rum. Nun aber wurden sie gerade ein wenig gefüttert, mit Wallnüssen. Das haben wir auch noch nicht gesehen.
Die Nüsse scheinen denen richtig gut zu schmecken. Zumindest bettelten sie ordentlich rum, damit der Pfleger die nächste Nuss ins Gehege wirft.
Den Blick auf die vorbeifliegende Nuss, ein herrliches Bild.
Vergleich Sony Alpha 6000 und Panasonic Lumix FZ300
Beide Kameras sind wunderbar für Fotos im Zoo geeignet. Bei der Sony wussten wir das schon länger aber auch die Panasonic konnte überzeugen.
Die 600 Millimeter Brennweite der Lumix ermöglicht dabei neue Perspektiven und die Lichtstärke von Blende 2,8 über die komplette Brennweite hilft einem auch in vielen Situationen. Serienbilder, auch im RAW, sind mit der Panasonic ebenso kein Problem wie das gezielte Fokussieren und die manuellen Einstellungen der Belichtungswerte. Kleine Nachteile, im Vergleich zur Sony Alpha 6000, hat die Lumix aber doch: Höheres Rauschen bei hohen ISO-Werten. Mehr als ISO800 braucht man gar nicht einzustellen. Und die Bildgröße ist mit 12 MegaPixel nicht riesig groß. Bei 4000×3000 Pixeln ist somit weniger Reserve beim späteren Beschnitt der Bilder vorhanden. Beides sind aber Nachteile, mit denen man sehr gut leben kann.
Wir haben auf jeden Fall nun das Gefühl alles richtig gemacht zu haben, mit der zweiten Kamera. Der nächste große Test, die Bewährung auf unserer Kanada-Reise, steht ja auch vor der Tür.
Zwei Kameras und zwei Fotografen – perfekt!
Melanie drückte sich in der Vergangenheit öfters vor dem Fotografieren, mit der Begründung sie könne das nicht, die bekomme das nicht so hin. Thomas denkt nun, nach den Ergebnissen die oben auch zu sehen sind: Das ist Unsinn! Sieht das hier jemand anders?
So sind wir nun zwei Fotografen mit zwei Kameras – das ist doch perfekt, oder?
















