Gendern? Och, Kinders…
Gendern, ein Thema welches gerade mal wieder heiß diskutiert wird, zumindest in der Bloggerszene. Auslöser war ein Beitrag von Oliver, welcher dem Gendern eher negativ gegenübersteht. Was da aber in den Kommentaren auf dem Blog, in anderen Blogs oder auf Social (?) Media abgeht, Du lieber Himmel. Natürlich gibt es auch andere Beiträge dazu, zum Beispiel vom Henning oder vom Horst. Weitere Beiträge findet Ihr zum Beispiel über Rivva. Einzig der Thomas ist in den Kommentaren und auf seinem Blog in eine sachliche Diskussion mit Oliver eingestiegen – so kann es doch auch gehen.
Ja, Olivers Beiträge polarisieren gelegentlich. Vermutlich deshalb, weil er nicht im linken Mainstream schwimmt. Zudem nimmt er oft kein Blatt vor den Mund, daraufhin hatte ich auch schon eine kleine Differenz mit ihm. Halte ich ihn deswegen für einen schlechten Menschen, halte ich ihn für einen rechten Troll oder lösche ich seinen Blog aus meinem RSS-Reader? Klare Sache, dreimal Nein. Denn, sorry, das ist Kinderkacke und trägt nur weiter zur schlechten Laune bei. Man kann sich doch einfach mal streiten, über eine Sache, über eine Sichtweise, ohne dem Gegenüber komplett seine Daseinsberechtigung abzusprechen oder ihn in eine Schublade zu stecken. Das nervt inzwischen hart.
Wir Blogger sind ja so ein tolerantes, weltoffenes Völkchen. Zumindest werden viele nicht müde, die Szene so zu beschreiben. Offensichtlich hört diese Toleranz genau in dem Moment bei einigen abrupt auf, wenn jemand eine andere Meinung vertritt. Dann prangert man auch gerne mal an, blockiert, verfällt in Social (?) Media Verhalten. Naja, muss je jeder für sich selbst entscheiden. Nach außen wirkt es dann aber oft, wie? Genau, Kinderkacke!
Achso ja, das Gendern.
Gendere ich hier auf dem Blog?
Nein, ich gendere hier nicht. Ich bin dafür zu faul, komme mit der Schreiberei dann nicht zurecht. Zumal ich noch keine Form gefunden habe, die ich für mich beim Schreiben/Lesen gut finde. Und da es keine Pflicht ist, nehme ich mir das Recht heraus, darauf auf meinem Blog zu verzichten. Darüber hat sich übrigens noch nie jemand beschwert.
Ich schließe aber gar nicht aus, dass ich hier irgendwann gendern werde. Wenn es endlich eine einheitliche, definierte Form des Genderns gibt. Eine, die nicht auch wieder Diskussionen auslöst. Dann könnte ich mir das durchaus vorstellen. Allerdings nicht, wenn sich diese Menschys-Variante durchsetzt, die finde ich ganz schlimm. Erdbebenopferys liest sich ja niedlich, aber das kann es doch wohl nicht sein.
Schließe ich hier Menschen aus?
Nein, denn wer mich kennt, also nicht nur hier im Netz, sondern im echten Leben weiß, für mich sind alle Menschen erst einmal genau eines: Menschen, denen man mit Respekt begegnet. Dabei ist mir das Geschlecht, das Aussehen, die Hautfarbe, die Herkunft oder andere Merkmale oder Vorlieben vollkommen Wumpe.
Habe ich etwas gegen das Gendern?
Überhaupt nicht. Wer es macht, soll es tun. Es wäre für mich auch kein Grund, irgendeinen Blog oder eine Seite zu boykottieren, welche gendert. Denn damit wären wir wieder bei der oben erwähnten Kinderkacke.
Halte ich Menschen, die gegen das Gendern sind für rechts(extrem), boomerig, doof oder nicht beachtenswert?
WTF, Alter, natürlich nicht.
Mehr Respekt und Contenance bitte!
Einfach mal damit klarkommen, dass verschiedene Menschen verschiedene Meinungen und Einstellungen haben. Zum Gendern, zur Politik, zum Leben, zu allem. Dadurch werden diese Menschen aber nicht weniger wertvoll oder müssen despektierlich behandelt werden. Mit gegenseitigem Respekt und sachlichem Austausch würden wir alle ein paar Schritte weiterkommen.
