
Friesland mit dem Boot im Herbst – Teil 2
Weiter geht es mit dem zweiten Teil unseres Reiseberichtes. Hat ein wenig länger gedauert, man kommt ja zu nichts.
Bootsurlaub Tag 4 – Dokkum bis Drachten
Route – Dokkum -> Drachten
Am frühen Morgen ging es nach einem leckeren Frühstück, mit frischen Brötchen vom Bäcker, nach Osten raus aus Dokkum. Vor der Brücke mussten wir uns ein wenig länger treiben lassen, da der Brückenwärter in Dokkum alle drei Brücken bedient und mit dem Rad unterwegs war. Danach ging es aber über eine sehr schöne Strecke Richtung Süden. Auch diese Strecke konnten wir, aufgrund der Brückenhöhen, mit den anderen Booten nicht fahren.
Bei der Zugbrücke in Eastermar haben wir auch ein wenig warten müssen. Laut den Schildern, wäre diese Kameragesteuert gewesen. Es passierte aber einfach gar nichts. Also dann die Telefonnummer angerufen. Der Brückenwärter entschuldigte sich, dass das mit der Kamera nicht immer funktionieren würde. Ein paar Minuten später kam er dann angefahren und hat uns die Brücke geöffnet.
Ziel unserer Tour war eigentlich der kleine Ort Opeinde, kurz vor Drachten. Da hat es uns aber nicht so gut gefallen, also sind wir reingefahren nach Drachten. Ins Zentrum wollten wir nicht und sind im nagelneuen Parkhaven gelandet. Der liegt zwar direkt an einer Hauptstraße, von der hat man im Boot aber nichts mehr gehört. Nach der langen Tour waren wir auch einfach nur müde.
Eindrücke von Tag 4
Bootsurlaub Tag 5 – Drachten – Terherne
Route – Drachten -> Terherne
Nach einer erstaunlich ruhigen Nacht ging es weiter. Ziel des Tages war Akkrum oder Terherne, das wollten wir vor Ort entscheiden.
In Akkrum hatten wir den Liegeplatz direkt an der Eisenbahnbrücke im Visier. Dieser war aber tatsächlich belegt und wir entschlossen uns, weiter nach Terherne zu fahren. Da waren wir mit dem Boot auch noch nicht. Dort haben wir dann einen schönen Liegeplatz im Passantenhafen bekommen. War kein Problen, es waren noch genügend Plätze frei.
In Terherne wollten wir eigentlich was Essen gehen. Aber schade, es hatte wirklich alles geschlossen. Sogar das Hotel mit Restaurant war zu. Nebensaison Deluxe.
Eindrücke von Tag 5
Bootsurlaub Tag 6 – Terherne – Woudsend
Route – Terherne -> Woudsend
Kein Bootsurlaub ohne Woudsend. Da mussten wir auf jeden Fall noch hin. Ziel war es, an der dortigen großen Frittenbude was zum Essen auf das Schiff zu holen.
Nach einer entspannten Fahrt und dem Festmachen im Passantenhafen von Woudsend kam aber die Ernüchterung. Auch diese Frittenbude hatte zu. Habe ich schon Nebensaison gesagt? Egal, der Supermarkt hatte offen also für den Abend ein paar frische Sandwiches geholt. Die waren sogar sehr lecker.
Eindrücke von Tag 6
Bootsurlaub Tag 7 – Woudsend – Workum
Route – Woudsend -> Workum
Der letzte Fahrtag führte uns noch einmal auf die schöne Warkumer Trekfeart. Erst nach Norden, bis Bolsward, wo wir noch eine Mittagspause gemacht haben. Dann nach Süden, bis wir wieder in Workum ankamen.
Eigentlich war geplant, die letzte Nacht in Parrega zu verbringen. Am nächten Tag mussten wir das Boot ja gegen 10 Uhr zurückgeben. Aber der Liegeplatz dort war irgendwie nicht so toll. Dann fiel uns ein, dass unser Vermieter ja der Jachthafen von Workum ist. Die haben wir dann kurz angerufen und es war kein Problem, wir konnten dort übernachten. Einfach einen freien Liegeplatz nehmen, es wären genug frei. Also weiter nach Workum und anfangen, die Sachen wieder zu packen. Praktischerweise konnten wir die dann auch direkt ins Auto packen.
Am nächsten Morgen konnten wir dann in Ruhe frühstücken, bevor unser Vermieter uns das Boot wieder abnahm.
Eindrücke von Tag 7
Fazit: Mit dem Boot im Herbst?
Ja, wir würden es wieder machen. Ok, man hat kein Draußen-Sitzen-Wetter und in vielen Orten ist nichts mehr los. Dafür ist es auf dem Wasser sehr entspannt, es sind kaum andere Boote unterwegs und man findet immer überall ausreichend Liegeplätze.
Das Boot selbst hat uns so gut gefallen, dass wir für den Mai das Schwesterschiff direkt für 14 Tage gebucht haben. Die Charlotte selbst verlässt unseren Vermieter leider am Ende dieser Saison.
Kommentarbereich







































Man kommt wirklich zu nichts…. ich komm auch erst jetzt zum lesen und kommentieren hier.
Ganz schön viel Strecke gemacht habt Ihr und viele schöne Routen. Drachten ist ja gar nicht meins, aber ich merke mir mal, dass es da einen neuen Hafen gibt.
Dies Jahr waren die Bürgersteige in Friesland noch früher als sonst hochgeklappt, so mein Eindruck. Wir waren an einem Wochenende in Earnewald, da waren die Restaurants auch geöffnet. Aber auch bei uns in Heeg war kaum was unter der Woche auf, in Harlingen und Sneek war hingegen Normalbetrieb. Trotzdem finde ich Nebensaison auch schön, vor allem wegen der Plätze. Terherne haben wir in diesem Jahr auch zweimal versucht, zu übernachten und hatten kein Glück. Blöd jetzt aber für Euch, dass das mit dem Essen gehen dort nicht geklappt hat. Die Restaurants da sind eigentlich alle ganz gut.
Liebe Grüße
Britta
Das mit den Restaurants war für uns ja kein Problem, wir hatten genug zum Futtern an Bord. Wir haben es schon geahnt, dass wir nicht viele offene Restaurants finden. Die Ruhe unterwegs hat dafür aber ausreichend entschädigt. Nur das Hafenkino, das haben wir ein wenig vermisst.
Zu Drachten, ich sag mal so, ich würde da nicht mehr hinfahren. Der Weg da rein zieht sich wie Kaugummi und die Lage des neuen Hafens ist nicht wirklich schön. Er ist zwar hübsch angelegt aber außer Hauptstraße und eine Tankstelle ist nicht viel drumherum. Für uns war es nur ein Zwischenstopp, dafür war es in Ordnung.