Im Juni hatten wir über unser Reisebüro die Möglichkeit die MSC Opera zu besichtigen. Da die Besichtigung in Warnemünde, an der Ostsee, stattfand haben wir daraus einen Wochenendausflug gemacht. Am Samstag sind wir gemütlich nach Wismar gefahren und haben uns dort ein wenig umgesehen bevor es am Sonntag, nach der Besichtigung, wieder nach Hause ging.
Wismar und Umgebung
Nach einer etwas langwierigen Anreise, es war vom Ruhrgebiet bis hinter Hamburg extrem voll auf der Autobahn, kamen wir am Mittag im kleinen Vorort Proseken an. Dort hatten wir uns ein Zimmer in einer kleinen Pension gemietet. Schlicht, einfach, sauber und gemütlich für eine Nacht. Nachdem wir das Zimmer erkundet hatten, ging es direkt los, ein wenig die Gegend erkunden.
Unser erstes Ziel war die Dorfkirche von Proseken. Wir stehen ja auf alte Kirchen, gerade auch wenn diese von Innen nicht so prunkvoll eingerichtet sind und eher alt und schlicht rüber kommen.
Die um 1240 gebaute Kirche ließ unser Herz höher schlagen. Ein schönes altes Gebäude, welche man sein Alter an anmerkte, alleine als Fotomotiv ein dankbares Objekt.
Insel Poel
Unser nächstes Ziel war die Insel Poel, nördlich von Wismar gelegen. Über eine kleine Brücke erreicht man die kleine Ostsee-Insel, welche touristisch sehr erschlossen ist. Unzählige Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und -häuser findet man hier. Am besten müsste man die Inseln wohl mit dem Fahrrad erkunden, dafür fehlte uns leider ein wenig die Zeit.
Am Poeler Hafen findet man ebenfalls eine alte Kirche, welche von einem Schlosswall eingeschlossen ist. Von diesem Wall hat man übrigens einen schönen Blick über den kleinen Hafen.
Im Hafen liegen, neben einigen Segeljachten, ganz viele kleine Fischerboote. Einige bieten den frischen Fang auch direkt zum Kauf an, in Form von leckeren Fischbrötchen.
Timmendorf Poel
Nur ein paar Minuten weiter kommt man zum Timmendorfer Strand auf Poel. Im Vergleich zum gleichnamigen Seebad, nördlich von Lübeck, ist es aber eher ein kleiner, beschaulicher Ort.
Ein kleiner Hafen mitsamt dazugehörigen Leuchtturm, umgeben von vielen Ferienhäusern, ist das Herz des kleinen Ortes. Hier kann man richtig gemütlich in der Sonne sitzen und dem Treiben in dem kleinen Hafen zuschauen.
Auf der einen Seite des Hafens kommt man zu einer kleinen Steilküste, ein wunderbares Fotomotiv. Offensichtlich mit Gefahren verbunden, wie die Schilder zeigen, lohnt sich trotzdem ein Spaziergang dort – vor allem für Fotos.
Auf der anderen Seite des Hafens findet man dann den Strand von Timmendorf.
Am Strand reihen dich die Strandkörbe auf. Der Sand war fein, das Wasser kühl – hier wären wir gerne für ein oder zwei Tage geblieben. Vielleicht kommen wir noch mal ein paar Tage in die Ecke, dann aber ausgerüstet mit Fahrrädern.
Wismar – Altstadt und Hafen
Nachdem wir noch einige Zeit am Strand von Wismar gefaulenzt haben sind wir dann nach Wismar gefahren. Die Altstadt ist wirklich ein Hingucker. Viele alte Häuser, kleine enge Straßen, teilweise von kleinen Flüssen durchzogen – richtig schön und gemütlich.
Daneben findet man hier viele kleine und große Kirchen, die leider schon alle geschlossen waren. Für uns ein Grund mehr, hier nochmals hinzukommen.
Für uns endete der Tag in einem schönen Fischrestaurant am Hafen. Wenn man schon mal an der See ist, dann muss auch Fisch auf den Teller.
Besichtigung der MSC Opera
Am nächsten Morgen ging es dann nach Rostock-Warnemünde, zum dortigen Kreuzfahrtpier.
Am angegebenen Treffpunkt trafen wir noch 24 weitere Reisebüromenschen und natürlich unsere beiden Guides von MSC, welche mit uns die fast 5-stündige Besichtigung durchführten.
Für uns war das eine Premiere, das erste mal auf einem Kreuufahrtschiff. Da wir die Fahrten damit aber auch verkaufen und selber eine Kreuzfahrt in Planung haben, wurde das auch mal Zeit. Für uns war dieses Schiff riesig, obwohl es eher zu den kleineren Schiffen der MSC-Flotte gehört, mit knapp 2500 Gästen.
Kabinen auf der MSC Opera
Am Anfang unserer Tour haben wir uns drei verschiedenen Kabinentypen anschauen können. Innenkabine, Außenkabine und Balkonkabine.
Bars, Restaurants, Theater uvm.
Danach stand für uns fest, wenn wir eine Kreuzfahrt machen, dann mit einer Außen- oder Balkonkabine. In einer Innenkabine würden wir uns wohl beide nicht wohlfühlen. Uns würde, gerade bei Bewegungen des Schiffs, die Bezug zur Außenwelt fehlen.
Sehr beeindruckt waren wir dann von den vielen Restaurants, Bars und Geschäften auf Deck 5 und 6 des Schiffs. Hier findet man alles, was das Herz begehrt, inkl. Spielcasino.
Hier kann man es schon mal ein paar Abende und Tage aushalten. Dazu kamen noch zahlreiche Spa-, Wellness- und Sporteinrichtungen, Kinderclubs für alle Altersstufen. Ein Highlight ist auf jeden Fall das Theater. Das erstreckt sich über 2 Etagen und bietet mehreren hundert Zuschauern Platz.
In dem Theater werden jeden Abend Shows vorgeführt, teilweise bis zu drei Vorstellungen damit wirklich jeder Gast an Bord die Möglichkeit hat, diese auch zu sehen.
Zum Mittagessen ging es dann ins a la carte Restaurant an Bord. Wir konnten aus einer großen Auswahl der Speisen wählen und somit auch die Schiffsküche mal testen. Und wir müssen sagen, sehr lecker – das würde uns gefallen.
Die oberen Decks
Nach der Mittagspause ging es dann noch auf die oberen Sonnendecks wo man Pools, Whirlpools und auch einen Minigolfplatz findet.
Auf diesen Decks gibt es alles, was Sonnenanbeter suchen. Ob man uns dort auf einer Kreuzfahrt finden würde, ich weiß es nicht. Uns wäre das dort vermutlich zu eng, zu voll, zu unruhig. Es gibt aber auch abgeteilte Deckbereiche, wo es ein wenig ruhiger zugeht.
Nach rund 5 Stunden haben wir die MSC Opera dann wieder verlassen. Voller Eindrücke und der Erkenntnis, wir müssen das auch mal probieren, mit einer Kreuzfahrt. Planungen dafür laufen sogar schon, für 2017 haben wir da eine Idee. Diese setzt sich aus den Stichworten USA, Florida, Bahamas zusammen. Dort gibt es ja zahlreiche Möglichkeiten zu diversen Kurzkreuzfahrten, vor allem ohne Seetage. So ist man einfach jeden Tag auf einer anderen Inseln und in der Nacht fährt das „Hotel“ zum nächsten Ziel. Wir werden euch dazu auf dem Laufenden halten.
Der Hafen von Warnemünde
Bevor wir uns auf die 4,5-stündige Heimfahrt machten, haben wir uns noch ein wenig an den Hafen gesetzt. Einfach noch ein wenig Seeluft schnuppern und ein paar Schiffe anschauen.
Schon interessant, was da so alles rein und raus fährt – da ist ja richtig Betrieb. Für uns Landeier waren das viele neue Eindrücke.
Das waren unsere Eindrücke von einem Wochenende an der Ostsee. Fest steht, hier müssen wir nochmal hinreisen, mit mehr Zeit. Es ist richtig schön an der Küste und es gibt dort eine Menge anzuschauen. Auf dem Kreuzfahrtschiff haben wir mal einen kleinen Eindruck von dieser Art zu reisen bekommen. Für uns eine Motivation das selber mal zu probieren.
Habt ihr schon Kreuzfahrten gemacht? Wäre das was für Euch? Kennt Ihr schöne Ecken an der Ostsee?

































