Die letzten Kilometer

Die letzten Kilometer

Von Veröffentlicht am: 18.04.20265 Kommentare on Die letzten Kilometer

Kennst Du das auch beim Radfahren? Schöne Touren, abwechslungsreich, man genießt jeden Kilometer. Und dann sitze ich am Ende in Mülheim am Wasserbahnhof oder in der MüGa und habe auf den restlichen Heimweg keinen Bock mehr.

Die letzten Kilometer nach Hause, immer die gleiche Strecke. In einer Heatmap meiner Touren wäre die Strecke ein fetter, dicker Balken, so 10cm breit auf dem Monitor. Den Radschnellweg hoch (trotz E-Bike nervig) bis in unseren Ortsteil und von da noch 1,5 Kilometer den letzten Berg (Alpenmenschen würden es Hügel nennen) hinauf. Immer das Gleiche, komplett reizarm, und nach rund 200 Fahrten nur noch stinklangweilig.

Alternativen? Habe ich probiert, die will man auch nicht fahren. Quer durch die Innenstadt über entweder nicht vorhandene oder gruselige Radwege, im ständigen Überlebenskampf gegen den Autoverkehr. Das kann man an einem Feiertag oder Sonntag mal machen, unter der Woche ist es die Radfahrer-Hölle.

Oft sitze ich dann vor dem Ende der Tour an den genannten Orten und habe Geschäftsideen. Ein Taxi für Radfahrer. Schöne E-Autos mit Träger, die den genervten Radler ein paar Kilometer durch die Gegend chauffieren. Oder eine Seilbahn? Ja, eine Seilbahn wäre nett.

So, und nun? Jetzt habe ich mal herumgejammert, ändern wird sich natürlich nix. Ich werde die Strecke natürlich weiterfahren, weitere hundert Male, immer wieder, und mich einfach langweilen. *Zwinker- und Lach-Smiley*

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  1. Wolf Jäger 18/04/2026 um 22:09 - Antwort

    Zum Radfahren bin ich ja zu faul, aber mit meiner 125er (Brixton Rayburn) mache ich gerne mal Touren. Obwohl ich nicht selbst für den Vortrieb sorgen muss, nervt mich die Rückfahrt meist ebenfalls. Wenn ich dann zum Beispiel durch die Stadt Brandenburg fahren müsste oder den selben Weg wie den Hinweg nehmen. Die Hauptstraße durch Brandenburg ist an einer Stelle von etwa 1km ein Alptraum für Motorradfahrer. Härteprobe fürs Fahrwerk und für den Biker himself eher ein Rodeo- Trip. Wenn ich zu Hause ankomme, ist der Tag gelaufen… Was mich dann auch wieder nervt, da die Wochenenden im allgeneinen zu kurz sind. Nein, ich fahre nicht sinnfrei durch die Gegend- ich besuche dann meinen dementen Vater im Pflegeheim.

  2. Britta Langhoff 20/04/2026 um 16:35 - Antwort

    Oh ja, das kenne ich auch. Vor allem der letzte Kilometer ist hart nervig. Wir wohnen auch „hügelig“ – man glaubt es ja außerhalb des Ruhrpotts kaum, dass es hier steil sein kann. Aber zwischen uns und allen erreichbaren Zielen liegen 170 Höhenmeter. Was sich nach wenig anhört, aber wenn die 170 Höhenmeter sich nur auf 1 km verteilen, sind es 17 % Steigung auf den letzten Metern. Ich hab auch ein E-Bike und bin wirklich froh darüber, weil erst das mir den Spaß am Radfahren wiedergegeben hat. Mit einem „normalen“ Fahrrad konnte ich das irgendwann nicht mehr.

  3. Sari 21/04/2026 um 10:40 - Antwort

    So geht es mir oft beim Spazieren. Am Anfang ist es schön, man genießt die Luft, die Umgebung, das Gezwitscher… und irgendwann erreiche ich dann den Punkt wo ich denke „Jetzt will ich aber auch langsam nach Hause“ und dann wird einem bewusst: Mist, ich muss den ganzen Weg jetzt noch zurück. Määääh…

    • Herr Tommi 21/04/2026 um 18:56 - Antwort

      Deswegen fahre ich allermeistens Kreisrouten. Bloß nichts doppelt fahren. Das funktioniert hier auch ganz prima, bis auf die besagten Kilometer am Ende (und am Anfang, aber da geht es wenigstens bergab).

  4. Norbert 23/04/2026 um 12:43 - Antwort

    Der Teil, der immer gleich ist, wird langweilig und das ist dann auf Dauer natürlich ermüdend. Mir geht es so beim Laufen, aber hilft ja nichts. Man möchte schließlich ja auch nach Hause :)