Den Menschen in den USA helfen? Aber wie?

Den Menschen in den USA helfen? Aber wie?

Heute bin ich über ein Posting bei Mastodon gestolpert. Menschen aus den USA bitten die Welt wohl um Hilfe.

Us©hi Unverdrossen

Auch wenn ich den Wunsch verstehe… Amerikaner, die via Social Media "die Welt" um Hilfe bitten – was konkret stellen die sich vor? Seufz.

10/01/2026, 8:04 8 Boosts 17 Favoriten

Es kamen natürlich auch schon Kommentare. Nur befürchte ich, wenn Leon Müller nun Linux statt Windows nutzt oder Klemptnerei Rörich statt MS Office nun LibreOffice, wird das vermutlich auch nur mittelmäßig Hilfe bringen. Und ein größerer, sinnvoller Umbruch, der wirtschaftliche Spuren hinterlässt, dauert viel zu lange und wird auch nicht kommen. Ich sage nur: Neues NIS-2-Meldeportal des BSI auf der Amazon-Cloud. Und nicht wieder in den falschen Hals bekommen. Ich finde die Idee einer digitalen Souveränität hervorragend. Nur so wird das nichts, wenn schon die oberste IT-Sicherheitsbehörde daneben greift. Aber, ich schweife vom eigentlichen Thema ab.

Nein, eine Idee für die Menschen in den USA habe ich auch nicht. Vielleicht wäre die Politik gefragt? Nur da sehe ich schwarz, und das nicht nur in Deutschland. Was wir kleinen Menschen machen können und was wirklich Eindruck hinterlassen würde? Keine Ahnung.

Ich glaube, am Ende können die Amerikaner sich nur selbst helfen. Mit friedlichen, dauerhaften und großen Protesten. Die bleiben aber meist aus und die möglichen Gründe dafür sind für mich erschreckend. Und nein, 40 Menschen am Straßenrand mit Schildern sind gefühlt keine großen Proteste. Massiver Gegenwind in Richtung Regierung sieht anders aus. Natürlich, dieser Eindruck basiert auf den wenigen Nachrichten und Eindrücken aus Social Medias, die man hier dazu lesen kann.

Entweder haben die Menschen Angst, zu demonstrieren und Widerstand zu leisten. Vielleicht haben sie auch resigniert. Oder, schlimmer noch, sie finden nicht alles so schlimm und warten einfach mal ab. Wie sich das jetzt, nach den neuesten Vorfällen entwickelt, bleibt abzuwarten. Ich befürchte aber, die aufkommenden Proteste werden wieder einmal verstummen.

Am Ende denke ich, die Amerikaner stehen schon selbst in der Pflicht, das Problem zu lösen, das ihnen knapp über 50 % der eigenen Landsleute eingebrockt haben. Es ist doch nicht so, dass die aktuelle Entwicklung nicht vor den Wahlen klar war. Und es wird nun kein Staat um die Ecke kommen um die Regierenden aus Washington zu entführen.

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  1. Angela 10/01/2026 um 12:21 - Antwort

    Ich kann mir gut vorstellen, dass die Menschen in den USA ähnlich resigniert sind wie in Deutschland, wo ich mir auch regelmäßig die Frage stelle, wann es mal genug ist und Proteste in großem Maßstab stattfinden. In den USA kommt ja noch die berechtigte Sorge dazu, von den staatlichen Kräften erschossen zu werden. Davon abgesehen sehe ich es auch so, dass die Bevölkerung dort sich nur selbst helfen kann. So gesehen gibt es viele Regionen auf der Erde, in denen es der Zivilbevölkerung extem schlecht geht und dann müssten wir uns genauso fragen, wie wir denen helfen.

    Was wir meiner Ansicht nach machen können, ist Druck auf unsere eigene Regierung auszuüben, dass die die ganze Misere nicht weiter schlimmer machen. Und auch sonst haben wir hier reichlich eigene Probleme, die wir kollektiv angehen sollten.

    Unplug Trump nebenbei macht ja nur überschaubaren Aufwand und schadet nciht.

    • Herr Tommi 11/01/2026 um 12:31 - Antwort

      Da, wo es geht, ist diese Unplug-Geschichte sicherlich nicht verkehrt. Ich mache es auch, hier und da. Überall geht es leider (noch) nicht.

  2. Sven 10/01/2026 um 18:01 - Antwort

    Ich weiß, dass wir das mit dem „friedlich“ Jahrzehntelang gelernt haben, aber friedlicher Protest, um etwas an bestimmten Dingen zu ändern, das funktioniert vielleicht in einer funktionierenden Demokratie. Das funktioniert aber nicht in einer kaputten Demokratie, in der die Staatsgewalt nicht genutzt wird, um die Demokratie und die Bürger*Innen zu schützen, nicht in einem System, wo die Staatsgewalt die Macht von einzelnen Politiker*Innen schützt, die den demokratischen Weg verlassen haben.

    Du hast recht damit, wenn du sagst, dass das die US-Amerikaner*Innen nur selbst lösen können. Entweder über die nächste Wahl, wenn Trump die noch zulässt oder eben mit anderen Mitteln, die dann wahrscheinlich nicht so friedlich sind. Versteh mich da nicht falsch, ich bin auch gegen Gewalt und in einer funktionierenden Demokratie ist das auch möglich, aber mir fehlt ein wenig die Phantasie, wie du in einem autokratischen System, das eben keine wirkliche Demokratie mehr ist, einen friedlichen Weg gehen willst, um das zu beenden.