Das war 2025 – ein Jahresrückblick
Ein Jahr ist vorbei, mein erstes Jahr als Dampfer, ein spannendes Jahr hier auf dem Blog und in der Bloggosphäre. Es gab Höhen, Tiefen, schöne Reisen, viele Radtouren und auch einen traurigen Verlust. Aber alles in allem: Es gab schon viel schlechtere Jahre.
Ein Jahr mit der Dampfe
Das erste komplette Jahr als Dampfer liegt hinter mir. Ein Jahr ohne eine einzige Zigarette im Mund. Das hat es zuletzt im zarten Alter von 14 Jahren gegeben, also vor 43 Jahren. Und ich habe es durchgezogen, trotz einiger psychischer Tiefpunkte, gerade zu Beginn des Jahres. Wow, hätte ich vorletztes Jahr noch nicht für möglich gehalten.
Ein Jahr mit diesem Blog
2025 war ich hier wieder viel aktiver und habe eine Menge Beiträge geschrieben. Es hat mich wieder gepackt, es macht wieder richtig Spaß.
Auch die KI hat hier Einzug gehalten. Beitragsbilder lasse ich zum Teil durch KI generieren. Meine Texte schreibe ich selbst. Ich sehe die KI als zusätzliches Werkzeug an. Ebenso basiert mein Rechtschreib-, Grammatik-, Zeichensetzungstool auf KI. Ich kann da nichts für, die haben es irgendwann eingeführt und es funktioniert prima, Dabei erwarte ich am Ende keinen perfekten Text. Aber für mich ist es ein Zeichen von Höflichkeit, gegenüber meinen Lesern, halbwegs fehlerfreie Texte zu liefern. Und das fällt mir ohne Hilfsmittel oft schwer.
Aber auch bei den Themen hier auf dem Blog hat die KI ihren Platz gefunden. Kaum ein aktuelles technisches Thema wird so polarisierend diskutiert. Und da konnte ich nun mal meine Klappe nicht halten. Das wird sich aber in Zukunft ändern. Haut Euch gegenseitig die Köppe ein, es ist mir wumpe. Ich schreibe vielleicht darüber, wo ich Erfahrungen mit der KI gemacht habe, da fällt mir spontan noch die Fotobearbeitung ein. Aber aus den Diskussions-Schlachten halte ich mich raus. Eine sachliche Diskussion darüber ist fast nicht mehr möglich, es driftet zu schnell und zu oft ins Persönliche ab. Ich lese gerne weiter Artikel zu dem Thema, von ausgesuchten Menschen. Dabei auch sehr gerne die, welche sich kritisch mit dem Thema beschäftigen, dabei aber nicht den Oberlehrer oder die KI-Polizei gegenüber anderen Bloggenden heraushängen lassen. Oft (nicht immer) sind es aber die gleichen Blogs, die sich gerne darüber auslassen und urteilen, was andere Blogs machen und welche Meinungen da vertreten werden. Ganz nach dem Motto „Jeder Blogger soll sein Ding machen“ – nicht.
Zurück zum Blogthema hier.
Sehr gefreut habe ich mich aber über die vielen Kommentare, die hier eingetrudelt sind. Die stehen im krassen Gegensatz zur Entwicklung der Besucherzahlen. Die brechen dank Google-KI-Übersicht weiter ein. Immerhin ist die Entwicklung ein Beweis dafür, dass ich nicht wegen der Klicks hier blogge. Denn dann müsste ich den Laden bereits abgeschlossen haben.
Super viel Spaß gemacht hat meine Blogparade „Blogfragen„, an der bisher 114 Blogs teilgenommen haben.
Ansonsten habe ich viel probiert, viel am Design gebastelt, eine Kategorieübersicht gebaut und Slashes eingefügt. Schaut einfach selbst ins Changelog.
Sehr gut gefällt mir immer noch die Idee mit den Kurzgedanken, also einen Mikroblog hier einzufügen. Da kann ich auch mal einen flotten, kurzen Beitrag in die Welt werfen.
Ebenfalls eine gute Idee war es, den Blog mit dem Activity-Pub-Plugin als eigene Instanz ins Fediverse zu bringen. So erscheinen nun die Reaktionen dort auch hier auf dem Blog. Es wachsen also zwei Welten zusammen und ich bin sehr gespannt, wie die Entwicklung weitergeht.
Zum Jahresende bin auch ich dann im Block-Editor angekommen. Bisher habe ich meine Beiträge immer noch im Classic-Editor geschrieben. Damit ist jetzt Schluss. Und ich muss sagen, sooo übel ist der neue Editor gar nicht.
Ein Jahr in der Bloggerszene
Neben der vermehrten Tätigkeit auf dem Blog bin ich zudem wieder ein wenig in die Bloggerszene eingetaucht. Blogringe, Foren, all das gibt es noch. Mal mehr, mal weniger mit Leben gefüllt. Viel spielt sich aber auch in den Social Medias ab, wo ich aber nur noch bei Mastodon und Bluesky aktiv bin. Hier stolpert man allerdings auch über Bloggende, die man vielleicht nicht in sein Herz schließt, aber das gehört ja auch dazu.
Insgesamt ein Jahr mit viel Licht, aber auch ein wenig Schatten. Bloggende sind halt auch nur Menschen, mit Stärken und Schwächen. Es gab einige gute Diskussionen, aber auch Dinge, die man sonst nur von den Social Medias wie diesem Rattenloch X kennt. Egal, man kann es ohnehin nie allen recht machen.
Erschreckend finde ich den Beißreflex, den Themen wie Gendern, KI oder andere kontroverse Beiträge auslösen können. Da werden Menschen in Schubladen gepackt, verurteilt und beschimpft. Das geschriebene Wort wird dann schnell zum respektlosen Werkzeug, sonst gepflegte Moralvorstellungen werden über Bord geworfen. Dinge wie Teilhabe oder Rücksichtsnahme darauf, dass am anderen Ende Menschen sitzen, werden plötzlich zweitrangig, und als Betroffener soll man das am besten widerspruchslos schlucken. Nun gut, wem es gefällt, der soll es so machen. Wenn das schon unter Bloggern passiert, die ja mehrheitlich vernünftige Menschen sind, wundert mich das Ausufern in den Social Medias auch nicht mehr. Wenn man das aber anspricht, ist es auch wieder nicht richtig. Dann ist man ein alter, weißer Mann. Ok, stimmt, bin ich ja auch.
Immerhin hat sich die letzte Diskussion dann doch noch gelöst, wie es unter erwachsenen Menschen üblich ist. Darüber habe ich mich am Ende sehr gefreut. Interessant und lehrreich war es aber noch, Blogbeiträge zu der Diskussion zu lesen, von Menschen, die überhaupt nicht daran beteiligt waren. Das war sehr aufschlussreich.
Aber das waren, wie zuvor erwähnt, wenige Ausnahmen. Die meisten Kontakte und Diskussionen liefen vollkommen sympathisch ab, auch bei verschiedenen Meinungen. Allerdings waren die wenigen Ausnahmen sehr kräftezehrend. Daher überlege ich, mich aus der Bloggerszene etwas zurückzunehmen und hier einfach mein eigenes Ding zu machen. Ausnahme bleibt das Forum der Bloghexen, welches durch einen angenehmen Umgang und eine hervorragende Moderation hervorsticht.
Ansonsten ist das Lesen von Blogs fester Bestandteil meines Tages. Am Abend im RSS-Feed stöbern oder manuell durch meine liebsten Blogs oder durch meine Blogroll, eine feine Sache und meistens lehrreich bis entspannend.
Ein Jahr mit Radfahren
Stand heute bin ich dieses Jahr 2.730 Kilometer mit dem Rad gefahren. Das ist Platz 3 in der Jahreswertung, nur 2020 und 2021 bin ich noch mehr gefahren.
Da ich nicht mit dem Rad zur Arbeit pendeln kann (eine Strecke wären 50 Kilometer), bin ich auf Fahrten in der Freizeit angewiesen. Schade eigentlich, sonst wären es noch mehr geworden.
Zum Herbst hin habe ich mich dann von meinem Rad Hugo verabschiedet, dafür ist Radbert eingezogen,. Mal schauen, welche Strecken damit in den kommenden Jahren erreicht werden. Denn Radfahren tut nicht nur dem Körper gut, es ist auch ideal, um mal abzuschalten. Und ich vermisse es im Winter. Aber die Temperaturen sind nicht meins, da bin ich Weichei.
Ein Jahr mit Reisen
Urlaube gab es natürlich auch. Zweimal waren wir mit dem Mietboot in den Niederlanden unterwegs.
Beides waren extrem schöne, erholsame Urlaube. Und natürlich waren wir auch wieder ein paar Tage für einen Radurlaub unterwegs, ebenfalls in Friesland. Irgendwie wird das zu unserer Urlaubs-Heimat.
Ein Jahr mit psychischen Problemen
Zum Start des Jahres war meine Hypochondrie am Anschlag, mehr ging wohl nicht. Sie, bzw. die damit verbundenen Gedanken, beherrschten meinen Alltag. So begann die Suche nach professioneller Hilfe. Ich habe dann am Ende eine Therapeutin gefunden, die mich wieder in die Spur gebracht hat. Leider hat sie keine Kassenzulassung, ich muss sie selbst bezahlen. Das kann ich mir aber Gott sei Dank erlauben, und jeder Cent ist es wert. Hätte ich mich auf die Krankenkasse und die Kassenärztliche Vereinigung verlassen, hätte ich heute noch keine Therapie. Aktuell verstaube ich auf mehreren Wartelisten. Und die Erlebnisse mit den Vermittlungen durch die 116-Nummer, die wären mal einen eigenen Beitrag wert. Da wird man zu Menschen geschickt, die gar keine Therapien anbieten, aber irgendwas mit „psych“ im Praxisnamen haben.
Die Ängste sind nicht weg, sie sind mal mehr, mal weniger präsent. Aber ich habe Übungen und Taktiken entwickelt, wie ich sie im Zaum halten kann.
Jetzt steht noch eine Reha zu dem Thema an. Diese wird Anfang 2026 stattfinden und ich setze eine Menge Hoffnung darauf.
Ein Jahr auf der Arbeit
Es war auf der Arbeit ein spannendes Jahr. Auch wenn ich nicht viel über technische Details schreiben will: Es war auch ein erfolgreiches Jahr. Die größte Änderung war sicherlich, dass ich einen neuen Kollegen bekommen habe. Dieser ist menschlich und fachlich ein Hauptgewinn. Durch seine Hilfe konnten wir viele Fortschritte machen, die wir sonst nicht hinbekommen hätten.
Es gab und gibt natürlich auch Dinge, die nerven, aber die gehören zu jedem Job dazu. Die ganzen Berichts- und Nachweispflichten, die durch DSGVO, NIS-2, KRITIS usw. auf uns einprasseln, sind ein klein wenig anstrengend. Die geforderten Maßnahmen sind alle sinnvoll, keine Frage. Aber als kleines Unternehmen nimmt die Nachweispflicht ein wenig überhand. Teilweise ist man mit nichts Anderem mehr beschäftigt. Es wäre aber besser, die investierte Arbeitszeit in eine zusätzliche Absicherung der IT zu investieren.
Ein Jahr Fotografie
Die kam dieses Jahr eindeutig zu kurz. Außer bei wenigen Zoobesuchen und ein, zwei Ausflügen in die Natur, blieb der Fotorucksack zu Hause. In den Urlauben habe ich nur mit dem Handy fotografiert und gemerkt, das reicht dafür vollkommen aus. Und auch im Alltag, das Handy ist halt immer dabei. Weiter unten zeige ich noch ein paar meiner liebsten Fotos aus dem Jahr 2025.
Ein Jahr in Social Medias
Etwas besorgt schaue ich auf das Fediverse. Musste ich im ersten Jahr nur ein/zwei Menschen dort blocken oder stumm schalten, habe ich inzwischen keinen Überblick mehr über die Zahlen. Ich muss aber dazusagen, dass mein Blockfinger immer lockerer sitzt. Aber am Ende ist das Fediverse auch nur ein Raum, wo viele Menschen zusammenkommen, und manche sind halt merkwürdig.
Mit Bluesky werde ich nicht so richtig warm. Ich habe da einen Account, gelegentlich schreibe ich auch mal was. Mir fehlt dort aber das Feedback, welches ich bei Mastodon durchaus bekomme. Mal schauen, ob ich da noch lange bin.
Den Blog habe ich über das Activity-Pub-Plugin auch an das Fediverse angeschlossen. Das ist eine tolle Erfindung.
Ein Jahr mit persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen
Was ist sonst Aufregendes passiert? Unsere kleine Maja hat uns verlassen, das war mit Abstand der traurigste Punkt des Jahres. Es ist einfach immer schwer, ein geliebtes Haustier zu verlieren. Besonders wenn es, wie in diesem Fall, so plötzlich und früh kommt.
Abgenommen habe ich auch. Schlussendlich am Jahresende 10 Kilogramm Minus auf der Waage. 30 müssen aber noch folgen – ich arbeite dran.
Das mit dem Fitnessstudio war theoretisch eine gute Idee. Das Dumme dabei ist nur, da sind andere Menschen. Im Winter sogar viele Menschen, und ein nicht kleiner Anteil davon mit Schniefnase. Ne, das ist nichts für den dicken Onkel. Dafür habe ich jetzt ein Ergometer im Haus, welches auch genutzt wird, um die Fitness des Sommers nicht zu verlieren.
Zu oft war ich im letzten Jahr wieder zu naiv im Netz unterwegs. Irgendwie glaube ich immer wieder an das Gute im Menschen. Oft, zu oft werde ich dann wieder enttäuscht. Das werde ich vermutlich aber nicht abstellen können. Im realen Leben passiert mir sowas übrigens ausgesprochen selten. Da scheint im Netz wohl der visuelle Eindruck zu fehlen, ein Blick in die Augen des Gegenübers. Keine Ahnung. Vielleicht neigen die Menschen aber im Netz auch eher dazu, ihren echten Charakter zu zeigen?
Und 2026?
Ich bin überhaupt kein Freund davon, mir Ziele für das kommende Jahr zu setzen. Die scheitern bei mir immer, und zwar schnell. Daher habe ich nur ein paar Wünsche.
- Körperlich gesund bleiben (das gilt auch für alle anderen Menschen in meinem Umfeld)
- Geistig gesund werden
- Viel schöne Zeit mit der Frau und den Katzen verbringen
- Den ein oder anderen schönen Urlaub erleben
