Boot 2026 – 15 Tage durch Friesland und Overijssel

Und wieder ging es auf ein Mietboot, um ein wenig durch Friesland und Overijssel zu schippern.

Wir haben, wie im Herbst, eine Doerak LX 900 AK vom Workumer Yachtverhuur gemietet. Dieses Mal waren wir mit der Anneke unterwegs, da die Charlotte inzwischen verkauft wurde.

Motorboot im Hafen am Steg festgemacht
Anneke im Hafen Workum

Im Grundaufbau hat das Boot eine Höhe von 3,20 Metern. Mit umgelegtem Mast waren es dann noch 2,60 Meter. Dann konnte man die Plane über dem Fahrerstand noch absenken, um auf 2,45 Meter zu kommen. Das war mit wenigen Handgriffen, ganz unkompliziert, erledigt. Die geringe Durchfahrtshöhe macht es möglich, auch etwas abseits gelegene Flüsse zu befahren, wo es keine Zugbrücken gibt.

Im Inneren war das Boot ein Raumwunder. Denn so klein ist es mit 9 Metern Länge und 3,50 Metern Breite nicht. Dazu war der Platz ideal ausgenutzt. So viel Stauraum hatten wir noch auf keinem Boot. Dazu gab es einen WC/Dusche-Raum, zwei Schlafkabinen und einen Küchen-/Wohnbereich. Wir haben übrigens tatsächlich beide Schlafkabinen genutzt. Frau Melli mag es ja ein wenig wärmer in der Nacht, wogegen ich es lieber kühler habe. Also, war das kein Problem und es gab kein Gezanke über die Einstellung der Heizung. Und ja, die haben wir auch in diesem „Sommer“ benötigt.

Eine feste Route hatten wir gar nicht geplant. Im Vorfeld haben wir nur grob überlegt, wo wir hinwollten. Im Norden sollte es bis Dokkum gehen, im Süden bis zum Kahlenberg und nach Giethorn. Was aber klar war, wir wollten viele kleine Wasserwege nutzen. So konnten wir Leeuwarden komplett umfahren. Auch die Turfroute hatten wir im Kopf, aber die muss dann mal bis nächstes Jahr warten.

Am Ende haben wir 397 Kilometer zurückgelegt, hatten 6 Schleusen (davon 3 mit Selbstbedienung) und 67 bewegliche Brücken. 149 Liter Diesel haben wir dabei verfahren. Die Details kommen dann später in den einzelnen Tagesberichten, die wie hier hin den kommenden Wochen zeigen werden. Da waren einige ganz spannende Stellen dabei.

Karte von Friesland mit markierter Rundroute
Unsere komplette, gefahrene Route 2026

Ansonsten fühlte sich der Urlaub für uns an, wie eine Abfolge von Lottogewinnen. Zumindest, was die Liegeplätze angeht. In Dokkum an der Kade zwischen den Mühlen. In Earnwald einen von nur vier Liegeplätzen an der Kade bekommen. Wunderbar im Yachthafen von Ossensijl gelegen und zur Krönung noch an der Kade in Sloten, direkt an der Zugbrücke. Alles Liegeplätze, die bei den letzten Touren oft belegt waren.

Nette Menschen haben wir auch getroffen. Dabei waren auch Marina und Jürgen, vom YouTube-Kanal Boater on Tour. Die lagen in Earnwald direkt neben uns. Deren Videos verfolgen wir schon lange, mit großer Begeisterung. Und was sollen wir sagen, die beiden sind in Wirklichkeit genauso nett und sympathisch wie in den Videos.

Vier Erwachsene machen Selfie im Grünen
Gruppenselfie mit Marina und Jürgen

Das Wetter war, ach, eigentlich wie jedes Jahr. Die ersten drei Tage hatten wir richtig Sommer. Danach wurde es kühl und windig. Aber immerhin nicht stürmisch, wie im letzten Jahr. Man freut sich schon über Kleinigkeiten. Allerdings hatten wir auch nur einen richtigen Regentag. An den anderen Tagen hat es zwischendurch mal ein wenig getröpfelt oder am Abend geregnet. Zusammengefasst war es in Ordnung, mit einem Jäckchen konnte man auch draußen sitzen und mal einen Kaffee trinken oder eine Frikandel essen.

Leider waren die 15 Tage viel zu schnell vorbei. Aber wir freuen uns jetzt auf das nächste Jahr, wenn wir wieder auf ein Boot gehen werden. Vermutlich wird es dann die Vivi sein, ein weiteres Schwesterboot beim gleichen Vermieter, allerdings mit einer etwas anderen Aufteilung.

Weitere Berichte zur Bootstour 2026

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  1. Lorenzo 14/06/2026 um 17:42 - Antwort

    Toller Einblick, Tommi, Danke!

  2. Britta Langhoff 15/06/2026 um 17:08 - Antwort

    Respekt ! Das ist aber wirklich eine große Tour, die Ihr diesmal gefahren seid.
    Freu mich schon auf die weiteren Reiseberichte. Die Wege nach Dokkum sind alle wunderschön, wenn man Leuuwarden umfahren kann. Mit unserem Boot geht das leider nicht mehr wegen der Höhe, aber mit Charterbooten sind wir diese Wege auch alle gefahren.
    Die Boater On Tour kenne ich übrigens auch von YT und Insta, wir sind da auch vernetzt. Leider haben sich unsere Wege diesmal nicht gekreuzt, wir waren erholungsbedürftig und haben uns in der Zeit, wo Ihr und die Boater unterwegs waren, schlicht in Stavoren eingenistet und haben dort mehr als eine Woche verbracht.
    Nach Earnewald – ich liebe diesen Ort ja wirklich sehr – geht es für uns diesmal über Mittsommer. Danach machen wir auch noch ein paar Tage Marrekriten in den alde feanen.
    Liebe Grüße
    Britta

    • Herr Tommi 18/06/2026 um 11:52 - Antwort

      Es gibt aber schlimmere Orte, als Stavoren, um mal eine Woche auszuspannen. Das könnte ich mir dort sogar ohne Boot, gut vorstellen.