Das war der April 2022 – ein persönlicher Rückblick

Veröffentlicht: 29. April 2022

Autor: Thomas Jansen

Nun ist er vorbei, der April. Für uns war es in Summe ein wunderbarer Monat. Das Wetter spielte mit, man konnte mehr raus und wir waren nach 2,5 Jahren endlich mal wieder im Urlaub. Danach haben wir uns Gedanken über weitere Reisen und auch über einige Konzertbesuche gemacht. Am Ende des Monats haben wir uns bei Mastodon angemeldet, welches vielleicht mal unseren Twitter-Account ersetzen soll.

Lage bei Jansens

Aktueller Zustand: Entspannt
Das war die Kurzfassung. Ihr wollt mehr Details? Bitteschön:

Neue E-Bikes: Das war ein Satz mit X

Das war die schlechteste Nachricht des Monats, mit den neuen E-Bikes wird es nichts. Im März haben wir noch stolz verkündet, dass wir über ein Jobbike-Leasing neue Räder bestellt haben. Nun, leider stellte sich dann heraus, das Angebot gilt nicht für Mitarbeiter:innen, die keinen unbefristeten Vertrag haben. Dumm gelaufen, am Ende ist es auch kein Beinbruch. Es wäre zwar schön gewesen, aber wir haben ja zwei ordentliche Räder.

Also warten wir noch ein Jahr, dann geht es über das Angebot und vielleicht bekommt Thomas auch ein ähnliches Angebot über seinen Arbeitgeber. Die Reservierung konnten wir bei unserem Händler wieder rückgängig machen. Das war überhaupt kein Problem, denen reißen die aktuell eh alles aus der Hand, was zwei Räder hat.

Pandemie, keine Maßnahmen mehr, wir tragen weiter Masken

Corona haben wir auch noch, es ist immer noch eine Pandemie da draußen. Auch wenn uns die Politik, besonders unsere neuen Freunde von der FDP, das Gegenteil vorleben. Da sitzen die Deppen zu hunderten auf einem Parteitag, alle ohne Masken und jubeln noch, als Kubicki bedauert, dass Herr Lindner nicht live vor Ort ist. Der wird derweil aus der Isolation in den USA per Video zugeschaltet, offensichtlich krank, fiebrig und total verschwitzt. Das war bestimmt milder Schweiß. Wenn es also nach Herrn Kubicki gegangen wäre, wäre Linder in der Verfassung auf dem Parteitag willkommen gewesen. Nun, wir sagen mal so, warum nicht. Wenn durchseuchen, dann bitte konsequent.

Nun gibt es also fast keine Maßnahmen mehr, außer in Krankenhäusern, Altenheimen und im ÖPNV, wo weiter Maskenpflicht herrscht. Uns juckt das nicht weiter, da wir die Maske weiter in Innenräumen tragen werden. Also im Supermarkt, im Flughafen, im Museum, überall wo viele andere Menschen sind. Und zu unserer positiven Überraschung denken wohl viele Menschen so. Bei unseren zwei Besuchen am Frankfurter Flughafen um April trugen dort weit über 90% der Menschen eine Maske, obwohl am Airport keine Maskenpflicht mehr herrschte. Auch sonst sieht man hier, in Geschäften und in anderen öffentlichen Innenräumen, eine Mehrheit, die weiter Masken trägt. Für uns ist das auch ein Zeichen, dass die Masken-Mimosen nur eine laute Minderheit sind.

Der Gipfel ist nun aber, dass diese laute Minderheit offensichtlich geschockt ist, dass ein Großteil der Menschen im Land doch verantwortungsvoll und vernünftig ist. Nun kommt der Vorwurf, aus dieser lauten Ecke, dass diese vernünftigen Menschen alle eine Angststörung haben. Kinders, da geht uns der Hut hoch. Wir wissen, was Angststörungen sind. Sowas Menschen vorzuwerfen, die sich einfach nur rücksichtsvoll verhalten, ist eine Frechheit. Aber das sind wir von dem „Wir sind Volk“-Schreiern ja gewohnt.

Urlaub, wir waren in Urlaub – Juhuuu!

Wir waren endlich wieder in Urlaub. Eine Woche auf Kreta, es war herrlich. Und ja, um auf die „Angststörung“ zurückzukommen, wir haben es trotz Pandemie wirklich genießen können. Am Flughafen und im Flugzeug wurde Maske getragen. Dabei hat unsere eigene Risikoabwägung sogar zugelassen, dass wir in der Lufthansa-Lounge und im Flieger die Maske zum Essen und Trinken auch kurz abgenommen haben. Vor Ort in Griechenland herrschte weiter Maskenpflicht in allen öffentlichen Innenräumen. Das betraf uns aber nur am Buffet im Hotel, im Supermarkt und in einem Museum. So haben wir die Maske vor Ort nur für kurze Zeit tragen müssen.

Im Flieger war es auch nicht weiter störend, zumindest für diesen 3-Stunden Flug. Ob wir uns 10-12 Stunden mit Maske in einen Flieger setzen würden? Vermutlich eher nicht. Aber Langstrecken-Reisen haben wir aktuell noch keine geplant.

Der Urlaub selbst hat uns verdammt gutgetan. Einfach mal raus, nach 2,5 Jahren mal ein Tapetenwechsel. Unser primäres Ziel vor Ort war es eigentlich, einfach mal nichts zu tun. Na ja, dafür sind wir aber nicht geboren, es ist nicht unser Ding. Rasch war die Lust wieder da, die Gegend mit dem Auto zu erkunden, Road-Trip-Feeling zu bekommen. So haben wir die nähere Umgebung um unseren Urlaubsort erkundet. Dabei haben wir uns die Tage so eingeteilt, dass wir am Vormittag unterwegs waren und am Nachmittag dann auf unserer Terrasse oder in einem Café am Meer entspannt haben. Das war ein perfekter Mix, den können wir so beibehalten.

Die Reiseberichte zu unserer Kreta-Reise findet Ihr natürlich schon auf dem Blog. Auch das hat wieder Spaß gemacht, nach einer Reise hier auf dem Blog zu berichten, Fotos zu zeigen, Geschichten zu erzählen.

Reiseplanung geändert

Direkt nach der Rückkehr von Kreta haben wir uns Gedanken über unsere Reisepläne in diesem Jahr gemacht. Geplant war ein zweiter Urlaub im August. Da hatten wir ein Hotel in den Niederlanden gebucht. Stavoren im Ijsselmeer sollte es werden. Allerdings kam uns das, nach der Woche Kreta, unverhältnismäßig teuer vor. 1100 EUR, für eine Woche, nur mit Frühstück, puha. Und das war, wir haben noch mal nach Alternativen geschaut, ein recht „günstiges“ Angebot. Zudem hatte das Hotel uns ein wenig verärgert. Ein paar Wochen nach der Buchung, für eigentlich 980 EUR, kam die Nachricht, dass es teurer werde. Grund sei, dass der Genius-Rabatt von Booking nur für Thomas gelte, nicht aber für Melli. Sorry, das haben wir bei unzähligen Buchungen über Booking auch noch nicht erlebt. Also entschlossen wir uns nun, das Hotel in den Niederlanden zu stornieren.

Alternativ haben wir dann für Juni eine Woche Korfu gebucht. Ja, wir mögen Griechenland inzwischen von ganzem Herzen. Zweimal Kreta, einmal Athen haben Spuren hinterlassen, nicht nur auf der Waage. Für die Woche Korfu zahlen wir nun für Hotel und Flug weniger, wie für eine Woche Niederlande. Dazu kommt, dass die Nebenkosten in Griechenland deutlich günstiger sind. Essen gehen, Getränke, das wäre in den Niederlanden deutlich teurer gewesen.

Jaaa, wir wissen es, ökologisch ist es doof. Wir kompensieren die Flüge, immerhin, um unser Gewissen ein wenig zu beruhigen.

Konzerte – gehen oder nicht gehen

Wir haben noch diverse Konzertkarten und haben überlegt, ob wir die besuchen sollen oder nicht. Ein Konzert ist das von der Connemara Stone Company, hier in einer Kleingartenanlage um die Ecke. Da gehen wir natürlich hin.

Dann haben wir noch Karten für Santiano auf der Freilichtbühne in Bad Segeberg. Hingehen oder nicht, Masken dort tragen, oder nicht? Wir haben beschlossen da hinzufahren und ggf. vor Ort zu entscheiden, ob wir rein gehen oder nicht. Es ist aber offen, ein Open Air, das Publikum vermutlich im gesetzteren Alter und vernünftig. Dazu haben wir die Hotels in der Region schon gebucht, wir machen uns da auf jeden Fall ein schönes Wochenende.

Und dann wäre da noch das Rammstein-Konzert in Düsseldorf. 50.000 Menschen, teilweise sehr jung, sehr lauf, sehr betrunken (das muss halt so). Ganz ehrlich, das hat sich in uns verändert, in den letzten zwei Jahren. Diese Menschenmassen schrecken uns gedanklich ab. Daher haben wir beschlossen, die Karten zu verkaufen, was auch problemlos und schnell funktioniert hat. Thomas hat das Konzert 2019 in Kopenhagen schon gesehen. Für Melli ist es aber kein Beinbruch, auf diese Veranstaltung zu verzichten.

Als Trostpflaster haben wir uns aber Karten für Völkerball gegönnt. Diese treten im August im Amphitheater Gelsenkirchen auf. Also auch Open Air, aber in einem wesentlich kleineren Rahmen. Und da sie musikalisch dem Original Rammstein schon sehr nahe kommen, ist das zumindest ein kleiner Ersatz.

Arbeiten am Blog

Ihr werdet es kaum glauben, aber wir haben fast nichts am Blog gearbeitet. Ein paar Updates, ein paar Kleinigkeiten ausprobiert, aber keine grundlegenden Änderungen. Und an der Optik haben wir auch nicht rumgespielt.

Hihi, den letzten Satz hatten wie bereits vor Ablauf des Monats geschrieben. Dummerchen. Nun haben wir das Logo oben ein wenig geändert, es ist aber immer noch keine Bild-Datei. Zudem haben wie die Header der Beiträge geändert und die Aufteilung der Startseite. Aber sonst haben wir nichts gemacht!!elf1!

Die restliche Zeit, welche wir hatten, haben wir lieber in neue Beiträge investiert und in die Reiseberichte aus Kreta.

Radtouren im April

Ja, das Wetter war gut, daher ging es endlich auch wieder mehr mit dem Rad in die Natur. Ein paar Runden haben wir nach Kettwig gedreht, eine Insekten-Fototour zur Ruhr gemacht und eine Runde durch den Veluwezoom-Nationalpark in den Niederlanden gedreht.

So richtig lange Touren waren noch nicht dabei. Das wird aber in den kommenden Wochen und an den Wochenenden wieder mehr werden. Einige schöne Touren haben wir schon geplant, für andere die Ideen im Kopf. Wir freuen uns drauf. Eine Challenge werden wir in diesem Jahr aber definitiv nicht machen. Statistik führen wir bei Strava und neu bei Veloviewer, welches mit Strava vertüddelt ist. Danke an Martin vom Rückenwindblog für den Tipp dazu.

Rad Statistik April 2022

Mastodon – das neue Twitter?

Achja, man trötet jetzt, statt zu twittern. Naja, zumindest wird das aktuell in einigen Medien gehypt. Hintergrund ist der, dass Elon Musk Twitter gekauft hat und dort nun neue Regeln einführen will. „Free Spech“ lautet das Stichwort, also freie Rede. Auf gut Deutsch, es soll Tür und Tor für Hassrede geöffnet werden. Ob das wirklich so kommt? Schaun mer mal.

Wir sind auf jeden Fall stutzig geworden, weil einige große Twitter-Accounts der ersten Stunden beschlossen haben, Twitter den Rücken zu kehren oder ihre Tätigkeiten dort einzustellen. Sascha Pallenberg ist eine von denen und er hat seine Entscheidung ausführlich begründet.

Auf jeden Fall haben wir uns Mastodon auch mal angesehen. Und ja, so schlecht gefällt es uns nicht. Durch die Übernahmenummer sind inzwischen auch sehr viele unserer liebsten Accounts ebenfalls bei Mastodon zu finden. Wir sind dort übrigens unter folgendem Account zu finden, nur falls jemand folgen möchte: https://ruhr.social/@jansenspott

Wenn Ihr selber zu Mastodon wechseln wollt, müsst Ihr zwei, drei Dinge wissen:

  1. Ihr müsst Euch einen Server (eine Instanz) aussuchen, wo Ihr Euch anmelden wollt. Wir haben uns für das lokale ruhr.social entschieden. Selbstverständlich könnt ihr auch Usern von anderen Instanzen folgen und auch deren Beiträge sehen. Auf ContentNation findet ihr eine recht vollständige Liste der deutschen Instanzen.
  2. Beachtet, dass die Betreiber der Instanzen oft Privatpersonen sind, die sich über eine Tasse Kaffee in Geldform freuen.
  3. Es ist guter Ton bei Mastodon, sich unter dem Hastag #neuhier einmal kurz vorzustellen.

Eine schöne Erklärung, was Mastodon ist und was das Fediverse ist, findet Ihr beim ebildungslabor.

Mastodon

Ob Mastodon auf Dauer wirklich eine Konkurrenz zu Twitter wird, wir sind da skeptisch. Neue Social-Media-Kanäle haben es schwer, wobei Mastodon bzw. das Fediverse nicht wirklich neu sind. Wir selber bleiben auch zunächst auch bei Twitter und beobachten mal, wie sich das Ganze dort entwickelt.

Bisher geht es dort, in unserer Timeline, noch sehr friedlich zu. Es ging bisher, ohne einen User blocken zu müssen. Das ist auf Twitter unmöglich, ein Block pro Besuch ist da Mindeststandard. Mastodon fühlt sich nerdiger und zivilisierter an. Mal schauen, ob das so bleibt, wo nun viele User von Twitter rüberkommen. Viele für uns wichtige und interessante Personen sind inzwischen ebenfalls bei Mastodon angekommen. Daher kann es passieren, dass Twitter bei uns immer mehr in den Hintergrund rückt. Aber wie gesagt, abwarten. Zu viele Hypes sind auch schnell wieder zusammengebrochen.

Vielen Dank für Deinen Besuch

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3 Kommentare

  1. Sabiene 29. April 2022 um 10:55 - Antworten

    Schade, dass das mit euren neuen Bikes nicht geklappt hat, ich hatte diese Planung am Rande mitbekommen.
    Zu den Masken: Ich finde es unerträglich. Wobei ich auch z.B. die FDP unerträglich finde. Was soll denn das.
    Ich trage auch noch weiterhin Maske, zum Beispiel beim Einkaufen. Gestern bin ich ganz übel von einer mittelmäßigen Bekannten und Maskengegnerin der ersten Stunde angegangen worden. Ich wollte keine Diskussion im Rewe und habe irgendwas mit „Magen-Darm“ genuschelt. Damit war der Fall für sie erledigt und sie hat an der Kasse sogar Abstand zu mir gehalten.
    So einfach ist die Welt
    Wünsch euch was!
    Sabiene

  2. Domi 6. Mai 2022 um 10:15 - Antworten

    Sehr schöner ARtikel, echt gut geschrieben. Aber das Mastodon das neue Twitter wird, glaube ich nicht ;)
    Gruß
    Domi

    • Thomas Jansen 6. Mai 2022 um 12:04 - Antworten

      Hi Domi,

      naja, wenn ich nicht in allen Belangen ein neues Twitter wird, wäre das auch sehr begrüßenswert.

      LG Thomas

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