Abstand von Allem

Abstand von Allem

Von Veröffentlicht am: 25.01.202615 Kommentare on Abstand von Allem

Ich werde die Zeit der Reha nutzen, auch ein wenig Abstand von Dingen im Netz zu nehmen. Es wurde zu viel in den vergangenen Wochen und oft auch zu emotional (auch von meiner Seite). Da wird sich darüber gestritten wird, ob es das oder der Blog heißt, oder andere Nebensächlichkeiten und gestörte Befindlichkeiten aufgebauscht.

Derweil werden in den USA, speziell gerade in Minneapolis, harmlose, unbewaffnete Familienmütter erschossen und Demonstranten unter Einsatz übler Gewalt mundtot gemacht. Neuestes Opfer: Ein 37-jähriger Krankenpfleger.

Und es passiert nichts. Diese Truppen können offensichtlich machen, was sie wollen, sie werden von weit oben gedeckt. Hatten wir hier im Land schon. Da hatten die Gruppen so Namen mit S und A. Eines Tages ist der Punkt erreicht, wo die vernünftigen US-BürgerInnen (ich hoffe immer noch, dass es sie gibt) sich das nicht mehr gefallen lassen und das Ganze komplett eskaliert. Und dann wird Donald sich hinstellen und sich auch noch bestätigt fühlen, während das Land in eine Art Bürgerkrieg fällt. Und von den ganzen anderen Krisenregionen auf der Welt, möchte ich gar nicht anfangen.

Daher kann ich diese ganzen Mini-Schauplätze der oben genannten Empörungen hier nicht mehr ernst nehmen, da geht es mir, wie dem Henning. Sie sind nur ein Zeichen dafür, dass es uns hier noch zu gut geht. Viel zu gut.

Ich werde die Zeit nutzen, um mir Gedanken darüber zu machen, wie ich zukünftig damit umgehen werde. Mein aktueller Plan ist es, vieles einfach zu ignorieren, hier mein Ding durchzuziehen und mich auch virtuell mit Menschen zu umgeben, die mir guttun. Gerne mit diversen und unterschiedlichen Meinungen, das belebt. Aber der Austausch sollte auf einer erwachsenen Ebene stattfinden, mit gegenseitigem Respekt.

Am Ende will ich hier nur ein paar schöne Fotos zeigen, ein paar Geschichten aus meinem (oft langweiligen) Leben zum Besten geben, an vollkommen belanglosen Bloggeraktionen teilnehmen, über meine Gefühle und Schwächen schreiben und vielleicht mal meine 2 Cent zu einem Thema abgeben. Nicht mehr und nicht weniger. Mein kleiner Blog wird nicht die Welt retten. Aber vielleicht kann ich mit dem ein oder anderen Foto oder einem meiner Schreibversuche ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Und dabei werde ich immer ich bleiben. Und wenn Dir dieses Ich nicht gefällt, der Ausgang ist hinten links.

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Jansens Pott
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Hier gibbet Bilderkes und belangloses Gequatsche – wer dat nicht mag, auf seiner Wanderung durch dat Netz, darf gerne weiterbummeln gehn. Iss ja Sache vom Geschmack.

A blog from the Ruhr area. Here you'll find pictures and writing, often trivial, but personal. If that's not your thing, just move on.

#blog #bloggen #brettspiele #reisen #fotografie #ruhrgebiet #radfahren #fediblog

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Kommentarbereich

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  1. Anja 25/01/2026 um 2:03 - Antwort

    Hallo Tommi,

    was aktuell in der Welt los ist, macht mich sehr traurig. Und du hast Recht, uns geht es noch immer zu gut. Wir wissen es oft gar nicht zu schätzen. Vielleicht sollten wir es dir gleichtun und uns ebenfalls Gedanken über Wichtiges und Unwichtiges machen.

    Wir Menschen neigen dazu, über Belangloses zu meckern, nehmen vieles zu wichtig und das, was wirklich wichtig ist, oftmals zu unwichtig.

    Pass in der Reha auf dich auf und erhole dich gut. :)
    Das mit dem Lächeln ins Gesicht zaubern hast du, finde ich, echt toll geschrieben.

    Liebe Grüße, Anja

    • Herr Tommi 25/01/2026 um 11:41 - Antwort

      Danke, liebe Anja. Dieses Aufregen über Belanglosigkeiten ist uns offensichtlich wirklich ins Blut gegeben. Ich merke das, viel zu oft, auch bei mir selbst.

  2. Anne 25/01/2026 um 7:24 - Antwort

    Find ich gut und vernünftig. Der Großteil dieser Kleinklein-Empörungswellen geht zum Glück eh an mir vorbei, aber selbst davon zu lesen, finde ich anstrengend. Als hätte die Welt sonst keine Probleme und als würde irgendetwas davon besser werden, wenn man sich mit so etwas über andere stellt…

    • Herr Tommi 25/01/2026 um 11:39 - Antwort

      Ich muss meine Kanäle (RSS, Mastodon) nochmal feingjustieren. Ich will vieles gar nicht mitbekommen.

  3. magerquark 25/01/2026 um 7:25

    @blog
    Moin.
    Ignorieren ist ein guter Ansatz, wenn nicht sogar der beste. Der, die oder das Blog? Was geht es irgendwen an, wie ich MEIN Blog nenne – Das ist im Wesentlichen meine Herangehensweise. Ich gendere dir zuviel oder zu wenig? Dann geh woanders lesen, hier isses halt so! Die Leute, die wirklich gehen, die interessieren sich eh nicht für deine Inhalte, die suchen nur Opfer. Problem an der Sache: Man muss sich auch ein wenig frei machen von Views und Klicks.
    Alles gute für die Reha! 🍀

    • Herr Tommi 25/01/2026 um 11:38 - Antwort

      Views und Klicks, ich verfolge die aus Interesse, aber am Ende sind sie mir egal. Solange noch ein Lesender auf den Blog kommt, bin ich zufrieden.

  4. Lorenzo 25/01/2026 um 8:32 - Antwort

    Echt gut geschrieben, Tommi.

    Du bist ein toller Mensch!

  5. Martha 25/01/2026 um 12:49 - Antwort

    Viel Erfolg und viel Ruhe in dieser kommenden Zeit.
    Vieles, von dem du schreibst, kommt bei mir gar nicht oder erst mit viel Verzögerung an. Das ist sehr entspannend. Ich wünsche dir, dass du deine Bubbles vielleicht auch mal so oder so ähnlich justieren kannst. Ich kann es nur empfehlen.

    • Herr Tommi 25/01/2026 um 13:37 - Antwort

      Bin dabei, die Block-, Mute- und Deabonier-Funktionen erleichtern vieles. :-)

  6. Wolf 25/01/2026 um 18:51 - Antwort

    Hallo Tommi,

    für die Reha alles Gute… Auch mir tut es manchmal gut einfach mal den PC aus zu lassen, oder die defekte Uhr auf nächste Woche zu verschieben, Astroempires mal nicht zu zocken. Man muss einfach auch mal durchatmen.

  7. Torsten 26/01/2026 um 9:22 - Antwort

    Moin Thomas,

    nicht alles an sich heranlassen und auch mal bewusst abschalten. Bisher hat sich meine Strategie bewährt.

    Alles Gute!

  8. Britta Langhoff 27/01/2026 um 12:42 - Antwort

    Viele dieser Empörungswellen sind künstlich aufgebauscht und dienen hauptsächlich dazu, Reichweite zu generieren. Umso wichtiger, dass wir normalen „kleinen“ Blogger uns davon nicht mitreißen oder entmutigen lassen. Mein Blog ist mein virtuelles Zuhause, Diskussionen sind sehr willkommen und werden auch durchaus geführt. Dazu freue ich mich über jede positive Reaktion.
    Soziale Medien und Nachrichten konsumiere ich sehr selektiv. Ich schaue, dass ich vernünftig informiert bin, aber ich halte mich fern von allen Empörungs-Stöckchen, die mir hingehalten werden.
    Abstand von allem kann da sehr gut sein, um seinen Umgang damit neu zu justieren.
    wünsche Dir eine gute Zeit – Glückauf und liebe Grüße
    Britta

  9. Julua 31/01/2026 um 11:44 - Antwort

    Dem kann ich nur zustimmen…einigen Leuten geht es anscheinend noch zu gut.